Next E-Go Mobile Der E-Auto-Hersteller ist nicht zu retten

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Keine Investoren, kein Geld – für Next E-Go Mobile aus Aachen geht es nicht mehr weiter. Nach Auskunft des Insolvenzverwalters wird der Geschäftsbetrieb des Kleinwagenbauers eingestellt, das Restvermögen verwertet.

Der Hoffnungsträger E-Wave X erreichte nie die Serienproduktion. Nun ist der Kleinwagenbauer Next E-Go Mobile am Ende und wird abgewickelt.(Bild:  Next E-Go Mobile)
Der Hoffnungsträger E-Wave X erreichte nie die Serienproduktion. Nun ist der Kleinwagenbauer Next E-Go Mobile am Ende und wird abgewickelt.
(Bild: Next E-Go Mobile)

Knapp drei Monate nach dem neuerlichen Gang zum Insolvenzgericht ist für den Hersteller von elektrischen Kleinwagen „Next E-Go Mobile“ endgültig Schluss. Der Geschäftsbetrieb des Aachener Unternehmens werde eingestellt, informierte der Insolvenzverwalter Claus-Peter Kruth von der Kanzlei Andres Partner am Dienstagnachmittag (28. Mai). Die Belegschaft war von der Entwicklung im Vorfeld in einer Mitarbeiterversammlung in Kenntnis gesetzt worden.

Die Liquidierung wurde den Angaben zufolge unumgänglich, „da trotz intensiver Bemühungen kein Käufer gefunden werden konnte, der die Finanzierung bis zur Produktionsreife des neuen Modells E-Wave X übernimmt“, hieß es zur Erläuterung in einem Schreiben des Insolvenzverwalters an »kfz-betrieb«. Ohne die Unterstützung durch Investoren sei es aufgrund von wirtschaftlichen und insolvenzrechtlichen Vorgaben nicht möglich, das Unternehmen fortzuführen.

Die noch rund 200 verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlieren damit ihren Arbeitsplatz. Ihnen wird „zeitnah“ gekündigt. Die verbliebenen Vermögenswerte werden durch den Insolvenzverwalter verwertet, um die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen.

E-Go Mobile war eine Ausgründung der Technischen Hochschule Aachen und während des wachsenden Interesses an der Elektromobilität auf viel Resonanz gestoßen. Initiator war 2015 Professor Günther Schuh, der zuvor schon den Post-Elektrolieferwagen Streetscooter entwickelt hatte. Auch der damalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat der CDU, Armin Laschet, hatte sich für das Unternehmen eingesetzt, nahm 2019 das erste Serienmodell des E-Go Life in Empfang.

In den Corona-Turbulenzen musste E-Go Mobile 2020 erstmals Insolvenz anmelden, fand anschließend allerdings Investoren. Mit Brand Stores in Innenstadtlagen sorgte das Fabrikat dann für Aufmerksamkeit und steigerte seine Markenbekanntheit. Selbst Fußballstar Neymar wurde als Markenbotschafter bei der Vorstellung des E-Wave X eingespannt. Doch die Produktion kam nicht in Gang. Letztlich fehlten wohl weitere finanzielle Mittel.

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