Mazda/Suzuki/MG Das Autohaus Lessingstraße ist pleite – und sucht Investor

Von Dr. Martin Achter 2 min Lesedauer

Das Amtsgericht Duisburg hat für den Händler in Oberhausen ein Insolvenzverfahren eröffnet. Ein Sanierungsteam versucht jetzt eine Lösung für das Unternehmen zu finden. Den Weg aus der Krise soll das Insolvenzverfahren selbst oder der Einstieg eines Investors bringen.

Kurze Zeit nach seinem Umzug in eine nahegelegene andere Immobilie ist das Autohaus Lessingstraße insolvent. Im Bild: der frühere Unternehmensstandort im Frühjahr 2025.(Bild:  Rosenow – VCG)
Kurze Zeit nach seinem Umzug in eine nahegelegene andere Immobilie ist das Autohaus Lessingstraße insolvent. Im Bild: der frühere Unternehmensstandort im Frühjahr 2025.
(Bild: Rosenow – VCG)

Das Autohaus Lessingstraße ist zahlungsunfähig. Das Amtsgericht Duisburg habe deswegen zum Beginn dieser Woche ein vorläufiges Insolvenzverfahren für das Unternehmen in Oberhausen eröffnet, wie der vorläufige Insolvenzverwalter Sebastian Henneke mitteilte. Das Unternehmen hatte demnach am 4. Juli selbst den Antrag zur Eröffnung des Verfahrens gestellt.

Der Mitteilung zufolge kümmert sich eine ganze Gruppe von Sanierungsspezialisten um den Fortbestand des Unternehmens. Henneke als vorläufiger Insolvenzverwalter von der Bielefelder Kanzlei Streitbörger wird demnach unterstützt von seinem Kollegen Rechtsanwalt Clemens Haakmann. Beteiligt sind außerdem Rechtsanwalt Oliver Ruhe-Schweigel von KS Rechtsanwälte + Notare in Essen sowie Rechtsanwalt Christian Wagner von der Kanzlei Aurantia in Oberhausen. Sie suchen den Angaben zufolge gemeinsam mit Martin Rickmann, Geschäftsführer des Autohauses Lessingstraße, nach einer Lösung für das Unternehmen.

Umzug vor rund zwei Monaten

Zentrale Strategie auf der Suche sei „die gezielte Ansprache möglicher Investoren“, teilte Insolvenzverwalter Henneke mit. Dabei gehe es darum, „den attraktiven Standort zu stärken und eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit herzustellen“. Das Autohaus Lessingstraße zog erst vor rund zwei Monaten von seinem bisherigen Domizil in der Lessingstraße in Oberhausen an einen neuen Standort in der gleichen Straße um.

Es solle jetzt „eine nachhaltige Lösung für die Fortführung des Betriebs“ erarbeitet werden, erklärte Henneke. Diese solle entweder das Insolvenzverfahren selbst oder eine „klassische Investorenlösung“ bringen, über die also ein Geldgeber einsteigt und so das Unternehmen wirtschaftlich rettet.

Das Autohaus Lessingstraße wurde 2010 gegründet. Wie Insolvenzverwalter Henneke erklärte, etablierte es sich seitdem „in der Branche als verlässlicher Partner mit einem umfassenden Angebot an Neu- und Gebrauchtwagen sowie Kundendienst“. Auslöser für die aktuelle Krise sei, dass das Unternehmen ins Zahlungsnot gekommen sei. Hintergrund dessen seien der allgemeine Branchenwettbewerb, der aktuelle Ertragsdruck in der Branche, saisonale Umsatzschwankungen sowie die wirtschaftlichen Belastungen durch den Umzug gewesen.

Diese Faktoren hätten „die finanziellen Spielräume stark eingeschränkt“, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit. Deshalb habe das Autohaus Lessingstraße selbst den Insolvenzantrag gestellt, „um das Unternehmen im Rahmen des gerichtlichen Verfahrens zukunftsfähig aufzustellen“.

Insolvenzgeld bis September

Der operative Betrieb soll jetzt „ohne Einschränkungen“ weiterlaufen, teilte Insolvenzverwalter Henneke mit. Die 40 Beschäftigten erhalten bis einschließlich September Insolvenzgeld.

Geschäftsführer Martin Rickmann erklärte angesichts der vorläufigen Insolvenz: „Wir sind zuversichtlich, im Verfahren eine dauerhafte Lösung zu finden. Die ersten positiven Rückmeldungen sind dafür ein wichtiges Signal. Erste Gespräche mit Interessenten werden wir kurzfristig führen.“

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