Ford und MG Autohaus Pichel Chemnitz meldet Insolvenz an

Von Julia Mauritz 1 min Lesedauer

Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ein Cyberangriff haben das Ford- und MG-Autohaus in die Insolvenz getrieben. Der Geschäftsbetrieb geht vorerst weiter. Das Autohaus Pichel Hartmannsdorf ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Der Werkstattbetrieb im Chemnitzer Ford-Store wird trotz Insolvenz fortgeführt. Wie es im Verkauf weitergeht, steht noch nicht final fest.(Bild:  Autohaus Pichel)
Der Werkstattbetrieb im Chemnitzer Ford-Store wird trotz Insolvenz fortgeführt. Wie es im Verkauf weitergeht, steht noch nicht final fest.
(Bild: Autohaus Pichel)

Das Amtsgericht Chemnitz hat am 24. Februar ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen des Autohauses Pichel GmbH Chemnitz angeordnet und Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler von der Kanzlei Tiefenbacher Insolvenzverwaltung/Restrukturierung zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Als Grund für die finanzielle Schieflage des im Jahr 2000 gegründeten Händlers führt dieser die schwierigen Rahmenbedingungen in der Branche an. Zusätzlich habe ein Cyberangriff Mitte Dezember die komplette EDV-Infrastruktur lahmgelegt, sodass der Händler knapp zwei Monate lang nicht arbeiten konnte.

„Der Geschäftsbetrieb wird auch während des laufenden Insolvenzverfahrens mit 35 Arbeitnehmern uneingeschränkt fortgeführt. Kunden können insbesondere den Service und die Werkstattleistungen vollumfänglich und wie gewohnt in Anspruch nehmen. Hinsichtlich des Fahrzeugverkaufs werden derzeit die entsprechenden Rahmenbedingungen geklärt“, so der vorläufige Insolvenzverwalter. Aktuell prüft dieser mögliche Sanierungsoptionen, um den Geschäftsbetrieb nachhaltig zu stabilisieren. Die wesentlichen Stakeholder stünden hinter dem Unternehmen. „Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeitern, die uns seit vielen Jahren mit großem Engagement, Fachkompetenz und Loyalität verbunden sind. Ihr täglicher Einsatz für unsere Kunden sowie ihre Verbundenheit mit unserem Autohaus verdienen höchste Anerkennung. Gerade in der aktuellen Situation ist dieser Rückenwind entscheidend“, so die beiden Geschäftsführer Christina Pichel-Künstler und Jürgen Künstler.

Das im Jahr 1965 gegründete Ford-, Mitsubishi-, Omoda- und Jaecoo-Autohaus Pichel-Hartmannsdorf mit vier Standorten in Hartmannsdorf, Mittweida, Burgstädt, sowie das Chemnitzer Mitsubishi-Autohaus sind von der Insolvenz nicht betroffen.

(ID:50770078)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung