Übernahme innerhalb der Markenwelt Passgenaue Partnerschaft

Von Julia Mauritz 5 min Lesedauer

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Seit Anfang 2026 ist das Chemnitzer Mazda-Autohaus Kraban mangels einer internen Nachfolgeregelung Teil der Zwickauer Mazda- und Kia-Autohausgruppe Böttcher. Was den Reiz eines solchen Zusammenschlusses ausmacht – und was es dabei zu beachten gilt.

Uwe Kraban, Katja Kraban-Pichel und Marko Böttcher (v. l.) haben den Übergabeprozess dank einer guten Vorbereitung gut gemeistert.(Bild:  Mauritz – VCG)
Uwe Kraban, Katja Kraban-Pichel und Marko Böttcher (v. l.) haben den Übergabeprozess dank einer guten Vorbereitung gut gemeistert.
(Bild: Mauritz – VCG)

Die Unternehmensnachfolge hat im Mazda-Händlernetz, das aus vielen exklusiven, inhabergeführten Betrieben besteht, eine hohe Relevanz: Rund ein Drittel der Geschäftsführer sind um die 60 Jahre alt und eine familieninterne Lösung ist bei zahlreichen Händlern nicht gegeben. Auch beim Leverkusener Importeur steht das Thema mit Blick auf eine auch künftig flächendeckende Netzabdeckung folglich ganz oben auf der Tagesordnung: „Gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln wir aktiv tragfähige Lösungen – ein frühzeitiger, vertrauensvoller Dialog ist dabei der Schlüssel. Gleichzeitig setzen wir gezielte Anreize, um Wachstum und Übernahmen innerhalb unseres Netzes zu stärken“, schildert Stefan Kampa, Direktor Netzentwicklung und Customer Experience bei Mazda Deutschland.

Die Übernahme des Chemnitzer Mazda-Autohauses Kraban durch die Mazda- und Kia-Autohausgruppe Böttcher, die ihren Hauptsitz in Zwickau hat, ist dafür ein perfektes Beispiel. Beide Unternehmen hatten rund 20 Jahre lang eng und sehr partnerschaftlich zusammengearbeitet, als Uwe Kraban kurz vor seinem 60. Geburtstag Geschäftsführer Marko Böttcher das Angebot unterbreitete, sein wirtschaftlich gesundes, regional tief verwurzeltes Autohaus mit 25 Mitarbeitern weiterzuführen. Die Familie Kraban hatte sich zuvor nach intensiven Überlegungen gegen eine interne Nachfolgeregelung entschieden: „Der Automobilhandel steht vor großen Veränderungen, als kleines Familienunternehmen kann man entweder wachsen, oder man entscheidet sich für einen Zusammenschluss. Wir haben uns für die zweite Option entschieden“, schildert Uwe Kraban – ein „perfect Match“ mit der Autohausgruppe Böttcher, die eine Wachstumsstrategie verfolgt. Nach ausführlichen Gesprächen mit den drei Söhnen, die ihre berufliche Zukunft im elterlichen Unternehmen sehen, stand für Inhaber Marko Böttcher fest: Wir wachsen von fünf auf sechs Standorte im Südwesten von Sachsen.