Bilanz November Der Gebrauchtwagenmarkt ist merklich eingebremst

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die positive Entwicklung des ersten Halbjahres ist verflogen, der Gebrauchtwagenmarkt ist ins Minus gerutscht. Das liegt nicht zwingend an fehlender Nachfrage.

Die Zahl der Besitzumschreibungen ist im November zum zweiten Mal in Folge deutlich gefallen.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Die Zahl der Besitzumschreibungen ist im November zum zweiten Mal in Folge deutlich gefallen.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt ist im November zum zweiten Mal in Folge deutlich ins Minus gerutscht. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, fanden im zurückliegenden Monat nur noch 515.646 Pkw einen neuen Halter. Das waren 3,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Oktober hatte der Rückgang bei 2,8 Prozent gelegen.

Durch den erneuten Rückgang ist der Gebrauchtwagenmarkt auf Jahressicht ins Minus gerutscht. In den bisherigen elf Monaten hatten knapp 6,03 Millionen Gebrauchte den Besitzer gewechselt – 0,1 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Corona-Jahr 2020 waren zum gleichen Zeitpunkt fast eine halbe Million Pkw mehr vermarktet worden.

Die rückläufige Entwicklung hat ihre Ursache mutmaßlich jedoch nicht in einer fehlenden Nachfrage, sondern tendenziell in fehlender Ware. In den vergangenen Jahren blieb das Neuzulassungsniveau jährlich mindestens 500.000 Einheiten unter dem Vor-Corona-Niveau (ja nachdem, welche Größenordnung man dem „Normalmarkt“ zuschreibt). Diese jüngeren Gebrauchten stehen dem Gebrauchtwagenmarkt nicht zur Verfügung.

Entsprechend schrieb die Gebrauchtwagen-Plattform Autoscout 24 in ihrem jüngsten Marktbericht, dass „das Angebot an Gebrauchtwagen im November ebenfalls leicht um 0,6 Prozent rückläufig ist“. Die Händler stellten demnach 1,3 Prozent weniger Hybride und 0,2 Prozent weniger Benziner in die digitalen Showrooms. Dagegen stieg das Angebot an Dieseln (+0,2 %) und das der gebrauchten Stromer (+7,4 %) deutlich. Letztere werden ja tatsächlich zunehmend häufiger als Neuwagen verkauft.

Nutzfahrzeuge wieder teilweise im Plus

Deutlich abgemildert hat sich im November dagegen die zuletzt rückläufige Entwicklung im Bereich der Nutzfahrzeuge. Die Zahl der Umschreibungen von Lkw drehte komplett vom Oktober-Minus (-6,7 %) in ein November-Plus von 2,8 Prozent bei 35.605 Umschreibungen.

Noch deutlicher war der Kurswechsel bei den Omnibussen von minus 21,1 auf plus 9,4 Prozent. Bei allerdings nur 430 Einheiten im November schlagen sich in dieser Fahrzeugklasse spontane Entwicklungen auch stark nieder. Im Minus verharrt dagegen das Geschäft mit den Zugmaschinen. Doch auch hier wurde aus dem starken Oktober-Minus (-16,1 %) ein vergleichsweise moderater Rückgang (-5,8 %)

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