Churchills persönlicher Landy stand Pate für ein Sondermodell, das Jaguar Land Rover nun auflegt. Nur zehn Exemplare der Classic Defender V8 Churchill Edition werden gefertigt.
In einer Auflage von lediglich zehn Stück fertigt JLR Classic Work eine Sonderedition von Classic Defendern, die inspiriert sind von Winston Churchills persönlichem Landy.
(Bild: JLR)
Oft ist es der Hersteller selbst, der die Idee zu einem Sondermodell hat. Und meist geht es um aktuelle Fahrzeuge. Nicht so bei Jaguar Land Rover. Denn die Briten legten in den letzten Jahren nicht nur Sondereditionen ihres jeweils aktuellen, sondern auch ihres ehemaligen Angebots auf. So bau(t)en sie historische Modelle komplett neu nach, wieder auf und/oder nutzen sie als Inspiration für neue Kleinserien. So wie in diesem Fall. Doch dieses Mal gibt es einen Unterschied. Denn erfunden haben den „Classic Defender V8 Churchill Edition“ nicht die Engländer, sondern ein Schweizer (Unternehmen). Genauer gesagt Classic-Partner Emil Frey, der den originalen Churchill Series I mit dem Kennzeichen „UKE 80“ besitzt. Auf seine Initiative hin entsteht nun eine besondere Auflage des Classic Defender V8, und zwar die „Churchill Edition“.
Die nur zehn gebauten Exemplare wird es in den beiden Karosserievarianten „90“ und „110 Station Wagon“ und als Blechdach bzw. Soft-Top-Ausführung geben. Die Fahrzeuge werden im Rahmen des Works-Bespoke-Programms individuell nach Kundenwunsch konfigurierbar sein. Stets gemeinsam ist ihnen ein originaler 5,0-Liter-V8-Benzinmotor mit 405 PS und 515 Nm Drehmoment, kombiniert mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF. Basierend auf Spenderfahrzeugen aus den Baujahren 2012 bis 2016 wird jedes Exemplar in Hunderten von Arbeitsstunden bei Land Rover Classic sorgfältig restauriert. Dabei wird das Fahrwerk mit speziellen Eibach-Federn und Bilstein-Dämpfern, optimierten Stabilisatoren, einem neu konstruierten Kugelumlauf-Lenkgetriebe sowie einer leistungsstarken Bremsanlage von Alcon umfassend überarbeitet und verfeinert. So viel Exklusivität hat selbstverständlich ihren Preis: Ab umgerechnet 260.000 Euro ist man beim Classic Defender V8 in der Churchill Edition dabei.
Außen klassisch, innen edel
Lackiert wird der Wagen mit dem großen Namen ausschließlich in Bronze Green, einem Farbton, den die Experten von JLR Classic Works am Originalfahrzeug abgenommen haben. In dieses Grün ist nicht nur auf der Karosserie, sondern auch die 16-Zoll-Stahlfelgen sowie Details im Interieur-Details getaucht. Die Frontstoßstange, das Kühlergitter, Dach- und Bordwandwandrahmem sowie die Einfassung der Rückleuchten kommen wie damals in feuerverzinkter Ausführung daher. Und während der linke Scheinwerfer mit grün lackiertem Blech eingefasst ist, ist es der rechte mit mattem Schwarz – inspiriert von der Position des vorderen Kennzeichens an Churchills 4x4. Weitere charakteristische Details sind ein „UKE 80“-Dekor auf den vorderen Kotflügeln, maßgefertigte Embleme am Heck.
Die behutsame Modernisierung von Land Rover Classic umfasst auch das Infotainment-System, das in jedem Classic Defender V8 verbaut ist. Es verbindet moderne Funktionen wie Navigation, DAB-Radio und Bluetooth mit einem klassischen Design, das sich harmonisch in Armaturenbrett und Mittelkonsole integriert.
Im Innenraum erwartet den Fahrer edles „Bridge of Weir Semi-Anilinleder“ in Bottle-Green, das bis zu den Haltegriffen reicht, sowie von da ab Windsorleder im Farbton Ebony für Zierleisten und Dachhimmel. Das Armaturenbrett ziert eine Uhr mit blauem Zifferblatt und rotem Streifen, inspiriert von Pol Roger, Sir Winston Churchills bevorzugter Champagnermarke.
Das historische Vorbild
„UKE 80“, ein Land Rover Series I mit 86 Zoll Radstand, wurde Winston Churchill am 30. November 1954 auf seinem Anwesen Chartwell zu seinem 80. Geburtstag von Land Rover überreicht. Mit dem Kennzeichen UKE 80 versehen, erhielt das Fahrzeug maßgeschneiderte Anpassungen auf der Beifahrerseite, da es in erster Linie dazu diente, Churchill über sein Anwesen zu chauffieren. Dazu gehörten ein breiterer Sitz mit klappbarer Mittelarmlehne, eine Fußraumheizung sowie ein zusätzlicher, lederbezogener Haltegriff. Außerdem hatte der Wagen weder Dach noch Seitenwände – „I want to see where I am going“, soll Winston Churchill bei der Bestellung gesagt haben. Genau das gelang ihm prompt bei der Jungfernfahrt nicht sehr weit bzw. problemlos: Auf Churchills Landgut Chartwell blieb das Auto im Schlamm stecken. Seine Begleiter, ein Bodyguard, der Privatsekretär und der Schwiegersohn mussten den Karren aus dem Dreck ziehen.
Stand: 08.12.2025
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Die Series I verblieb bis zu Winston Churchills Tod im Januar 1965 auf dem Anwesen in Chartwell, bevor sie in den Besitz seines Schwiegersohns, The Right Honourable A. C. Soames C.B.E. MP, überging. Bis 1973 blieb das Fahrzeug in Familienbesitz, ehe es an einen Farmer veräußert wurde und dann in Vergessenheit geriet. Als Ruine erwarb es 2013 der heutige Schweizer Eigentümer. Nach einer behutsamen Restaurierung fand es seinen Platz im Emil Frey Classics Museum in Safenwil, Schweiz, wo es seither ausgestellt ist.
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