Reifenservice Der Profilscanner-Handschuh

Von Steffen Dominsky

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T-Scan entwickelt Systeme für das berührungslose Scannen von Gegenständen. Neben einem solchen für ganze Autos bietet das französische Unternehmen mit dem „Groove Glove“ jetzt auch ein Werkzeug für Reifen.

Den Groove Glove von T-Scan legt der Anwender auf den Reifen und fährt das Profil von innen nach außen ab.(Bild:  t-Scan)
Den Groove Glove von T-Scan legt der Anwender auf den Reifen und fährt das Profil von innen nach außen ab.
(Bild: t-Scan)

Mit dem „Groove Glove“ bietet das Unternehmen T-Scan, bislang am Markt bereits mit einem Karosseriescanner vertreten, ein weiteres Diagnosegerät, mit dem Werkstätten die Profiltiefe – und im gewissen Rahmen auch den Zustand – von Reifen digital erfassen und verarbeiten können. Allerdings unterscheidet sich der „Rillen-Handschuh“ von bekannten Produkten wie dem „Examiner“ von Texa bzw. dem „TBE 200“ von Autel. Denn während diese die Form eines kleinen Stils mit Handgriff haben, entspricht der Groove Glove eher einem typischen Handheld-Diagnosetester. So verfügt er über einen integrierten Touchscreen, mit dessen Hilfe der Anwender den Profiltiefenscanner nicht nur steuert, sondern auch sämtliche Daten zu einem Fahrzeug bzw. Auftrag sowie zum Reifen (Hersteller, Größe, RDKS, Beschädigungen, Lagerplatz etc.) eingeben kann. Aufgrund der Größe des Bildschirms empfiehlt es sich, einen entsprechenden Stift zu nutzen. Eine integrierte Kamera ermöglicht zudem, pro Fahrzeug-Scan ein Foto an das Protokoll anzuhängen. Das kann neben dem Nummernschild auch ein Bild des kompletten Rades oder das einer Beschädigung sein.

Dieses Messprotokoll erhält der Anwender: Klassische Ampelfarben stehen für den Gesamtzustand des jeweiligen Reifens. Ein theoretischer Wert für den Bremsweg soll ebenfalls den Zustand der Pneus dokumentieren.(Bild:  t-Scan)
Dieses Messprotokoll erhält der Anwender: Klassische Ampelfarben stehen für den Gesamtzustand des jeweiligen Reifens. Ein theoretischer Wert für den Bremsweg soll ebenfalls den Zustand der Pneus dokumentieren.
(Bild: t-Scan)

Einen Scanvorgang löst der Nutzer aus, in dem er den Groove Glove – angefangen von einer Reifenflanke – auf den Reifen auflegt und ihn flächig bis zur anderen Reifenflanke bewegt. Der Scanner erfasst dabei 600 Punkte eines Reifenprofils. Dadurch erlaubt er laut T-Scan auch eine dokumentierte Aussage über eine eventuelle Fehleinstellung des Fahrwerks (Spur, Sturz), was die Werkstatt wiederum als Serviceargument gegenüber Kunden für eine Achsvermessung nutzen kann. Den reinen Scanvorgang eines Fahrzeugs gibt der Hersteller mit rund einer Minute an. Die vier Messergebnisse eines Pkw sendet das Gerät per WLAN-Anbindung an eine Cloud. Von hier aus kann der Anwender das Messprotokoll als PDF-Dokument elektronisch archivieren oder ausdrucken. Auf diesem wird der Zustand der Reifen mithilfe klassischer Ampelfarben bewertet. Ebenso wird die Profiltiefe an mehreren Stellen aufgelistet. Auch eine Empfehlung für eine Reifenerneuerung bzw. einen Reifentausch (vorne > hinten) gibt das Gerät aus.

Zum Verkaufsstart in Deutschland gibt es den Groove Glove laut T-Scan zum Sonderpreis von 3.990 Euro. Darin enthalten sind Kosten für ein Jahr Cloud-Nutzung, sämtliche Updates sowie kostenloser Support. Danach fallen 25 Euro pro Monat an.

 

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