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Restwerte-Erholung
Entwarnung gibt Entenmann bei den Restwerten: „Wir hatten bei der BMW Leasing kein direktes Restwertproblem, da wir seit 20 Jahren für die Leasingrückläufer nicht den Restwert garantieren mussten“, so Entenmann. Nur drei Prozent Beteiligung aus der UPE musste der Händler tragen. Händler, die mit freien Leasinggesellschaften Restwertvereinbarungen getroffen hätten, steckten in größeren Schwierigkeiten. Trotzdem habe die BMW Bank 2009 den Händlern geholfen.
Das Direktgeschäft, in dem die Händler als Agenten auftreten, betreibe man nur mit Großkunden. Mit den Aktivitäten der „Niederlassungen, welche wie Händler behandelt werden“ (O-Ton BMW), ist der BMW-Händlerverbandssprecher absolut nicht einverstanden. „Der Marktauftritt und der Intrabrand-Wettbewerb waren einer der Hauptkritikpunkte an der AG“, moniert Entenmann, fügt aber hinzu: „Wir merken heute eine Entspannung der Situation und hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Wir werden hier nicht lockerlassen.“
Werner Entenmann zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind auf einem guten Weg, Defizite im Handelsbetrieb und bei der BMW AG aufzuzeigen und Programme zu entwickeln, um diese abzustellen.“ Sowohl im Vertrieb mit dem Programm „Dealer Performance in Sales“, im Service mit „Dealer Performance in Aftersales“, im Gebrauchtwagengeschäft mit dem Angebot „GW Taskforce“ oder in der Betriebswirtschaft mit dem „Quick Check“ habe man Angebote für die Händler, die es vorher so noch nicht gegeben habe. „Eigentlich sind wir mit unserem Modellprogramm sehr gut aufgestellt“, so Entenmann. Zurzeit seien die 1er-Reihe, der X1 und der neue 5er die Renner.
Das Markenimage passe gegenwärtig, meint Entenmann. Erst vor Kurzem sei die Marke BMW zur „wertvollsten Automobilmarke der Welt“ erkoren worden. Wir von der Handelsorganisation erhalten jedes Jahr auf der AMI in Leipzig Preise für die Verkäuferqualität und die Hersteller-Händler-Beziehung.“
„Wir möchten den Handel weiterhin unterstützen, eine noch bessere durchschnittliche Rendite zu erwirtschaften“, erklärt Karsten Engel. „Dabei ist interessant, dass wir Unternehmer haben, die bereits heute eine sehr gute Rendite erwirtschaften, andere dagegen nicht. Es gilt nun, die Spreizung zu verringern. Wir werden aber keine Gelder mit der Gießkanne verteilen und so Renditen subventionieren. Der leistungswillige und fähige Händler wird belohnt“, sagt Engel.
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