Diagnose: Gleichberechtigung

Der Euro-5/6-Gesetzgebung sei Dank können auch Freie Werkstätten Diagnosearbeiten und Reprogrammierungen auf Herstellerniveau durchführen. Dabei unterstützt sie das Konzept Euro-DFT des ZDK. Doch macht dieses ein Multimarken-Diagnosegerät überflüssig, und reicht der Invest allein in Hardware?

| Autor: Steffen Dominsky

Das Konzept Euro-DFT von ZDK/Adis soll Freien Werkstätten den Zugang zu den technischen Daten und der Diagnose bzw. Reprogrammiermöglichkeit der Fahrzeughersteller erleichtern. Bislang ist das bei zehn Marken möglich.
Das Konzept Euro-DFT von ZDK/Adis soll Freien Werkstätten den Zugang zu den technischen Daten und der Diagnose bzw. Reprogrammiermöglichkeit der Fahrzeughersteller erleichtern. Bislang ist das bei zehn Marken möglich. (Foto: FOTON- Fotolia)

Der große Johann Wolfgang von Goethe formulierte es einmal so: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Nun haben moderne Fahrzeugtechnik bzw. deren Service und Reparatur und deutsche Dichtung nicht allzu viel gemein – möchte man meinen. Und doch passt des Altmeisters Erkenntnis auch auf ein großes Projekt im automobilen Aftermarket wie die Faust aufs Auge. Denn auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat für den (freien) automobilen Servicemarkt etwas „Schönes“ gebaut.

Rückblende: Zusammen mit der EU hat der ZDK bereits in der Vergangenheit folgendes Unheil abgewendet: dass Freie Betriebe aufgrund der stetig steigenden technischen Komplexität moderner Kraftfahrzeuge irgendwann nicht mehr in der Lage sind, diese sicher bzw. zu gleichen Bedingungen wie die OEM-Werkstätten („wettbewerbskonform“) warten und reparieren können, wenn sie keinen Zugang zu den Wartungs- und Reparaturinformationen der Fahrzeughersteller bekommen.

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