Kunden-Vorlieben Die Bereitschaft für gebrauchte E-Modelle wächst

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Sprit ist teuer, Elektroautos eigentlich auch, doch gebrauchte E-Modelle werden zunehmend interessant. Zumindest beschäftigen sich derzeit mehr Verbraucher mit dem Umstieg als früher, hat eine Umfrage von Autoscout 24 ergeben.

Ein gebrauchtes Elektroauto als Alternative zum Verbrenner? Das Interesse der Verbraucher scheint zu wachsen.(Bild:  KIT)
Ein gebrauchtes Elektroauto als Alternative zum Verbrenner? Das Interesse der Verbraucher scheint zu wachsen.
(Bild: KIT)

Die hohen Spritpreise sind dabei, den Wandel hin zur E-Mobilität zu beschleunigen. Laut der Gebrauchtwagenplattform Autoscout 24 steigt sowohl die Nachfrage nach E-Fahrzeugen als auch die Bereitschaft, auf die Elektromobilität umzusteigen. Letzteres habe eine repräsentative Umfrage bestätigt.

Laut den Umfrageergebnissen rechnen derzeit 72 Prozent der Befragten für die kommenden zehn Jahren mit dauerhaft steigenden Kraftstoffkosten. 22 Prozent würden bei deutlich höheren Preisen einen Umstieg auf ein Elektroauto in Betracht ziehen. Nur 19 Prozent geben an, ihr Mobilitätsverhalten trotz steigender Kosten nicht verändern zu wollen.

„Knapp jeder Vierte erwägt aufgrund steigender Spritpreise den Umstieg auf die E-Mobilität. Das ist ein beträchtlicher Anteil, der mit anhaltend hohen Preisen weiter steigen dürfte“, kommentierte Stefan Schneck, Deutschland-Vertriebschef von Autoscout 24, die Zahlen. Der Preis an der Zapfsäule werde zunehmend zum konkreten Anlass, die eigene Mobilität neu zu bewerten. Zu beachten ist dabei, dass die Umfrage bereits im Februar stattfand – bevor die aktuelle Preisexplosion in Gang kam.

Gebrauchte E-Autos sind gefragt

Auch wenn ein Fünftel der Befragten keine Änderung anstrebt – überwiegend vermutlich, weil sie das Auto benötigen, um den Alltag zu organisieren –, werden andere Autofahrer konkret in den Maßnahmen. Jeder Dritte will Fahrten stärker planen oder bündeln und 28 Prozent wollen die Fahrten auf das Notwendigste beschränken und auf längere oder vermeidbare Fahrten verzichten.

Kurzfristig zeigen die steigenden Kraftstoffpreise im Nachfrageverhalten der Autoscout-24-Nutzer auf jeden Fall Wirkung. Im Vergleich zum Vormonat sei die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos im März um 39 Prozent gewachsen, schreibt die Plattform. Gleichzeitig sinke das Interesse an klassischen Antrieben: bei gebrauchten Dieselfahrzeugen um 16 Prozent, bei Benzinern um 10 Prozent.

Parallel dazu hätten die Preise für gebrauchte Elektroautos leicht angezogen: Im März verteuerte sich der durchschnittliche Angebotspreis im Vergleich zum Vormonat Februar um 2 Prozent auf rund 33.800 Euro.

Die Umfrage wurde nach Angaben von Autoscout 24 bereits im Februar 2026 vom Marktforschungsunternehmen Quantilope im Auftrag von Autoscout 24 durchgeführt. Befragt wurden 4.000 Autofahrer in fünf europäischen Ländern, darunter 800 in Deutschland. Die Stichprobe ist repräsentativ nach Alter und Geschlecht.

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(Bildquelle: VCG)

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