Die Erfolgsgeschichte von 1a Autoservice Steffen begann mit einem dramatischen Brand, der sie beinahe verhindert hätte. Heute, sechseinhalb Jahre später, steuert der Betrieb auf die Millionenmarke im Umsatz zu und hat es beim Deutschen Werkstattpreis 2025 unter die Top Ten geschafft.
Willkommen beim 1A Autoservice: Chef NiKo Steffen empfängt seine Kunden persönlich – so wie es sich für eine echte Dorfwerkstatt gehört.
(Bild: Schreiner – VCG)
2018 wagte der damals 27-jährige Niko Steffen den Schritt in die Selbstständigkeit und erwarb eine seit Jahren leerstehende Werkstatt. Doch nur wenige Tage nach dem Notartermin brach ein Brand aus. „Ich hatte die Kripo hier stehen, Brandgutachter, das volle Programm", erinnert sich der heute 35-Jährige. Der Voreigentümer hatte alte Asche in einen Plastikeimer gefüllt und war essen gegangen – grob fahrlässig, befand die Versicherung und zahlte nur einen Bruchteil. „Das hat viele schlaflose Nächte bereitet", gibt Steffen zu. Aufgeben kam trotzdem nicht infrage. Stattdessen entschied er, seine „Traumwerkstatt" daraus zu machen.
Bis September 2018 wurde der komplette Betrieb kernsaniert: der Brandschaden wurde beseitigt, Wände verschwanden, die Elektrik wurde erneuert, Hebebühnen ausgetauscht. Knapp 300.000 Euro flossen in den Umbau. 2020 folgte der zweite Ausbauschritt mit einer Fünf-Tonnen-Hebebühne für Transporter und Kastenwagen, die dank entsprechender Hallenhöhe auch komplett angehoben werden können. Heute präsentiert sich der Betrieb mit fünf vollwertigen Arbeitsplätzen und moderner Ausstattung – und ist technisch, aber auch strategisch stark aufgestellt.
Der 1A Autoservice versteht sich als klassische Dorfwerkstatt – und besetzt diesen Begriff bewusst positiv: Hier wird alles angepackt. Auf die Frage nach Marken antwortet Steffen lachend: „Alles." Und meint es ernst. „Die Leute bringen uns Autos von 300 bis 300.000 Euro, Fahrzeuge von einem bis 30 Jahre alt. Kettensägen, Traktoren, Motorräder – ich hatte sogar schon eine Nähmaschine von der Nachbarin hier."
Möglich macht das die geballte Erfahrung: Niko Steffen, Pascal Meyer und Matthias Paulus – alle drei Kfz-Technikermeister – bringen zusammen über 60 Jahre Berufserfahrung mit. „Und mittlerweile findet man doch immer wieder die gleichen Motoren mit verschiedenen Logos vorne dran", sagt Steffen. Dennoch sind die Spezialisierungen verteilt: Steffen bevorzugt PSA-Fahrzeuge, Meyer kommt aus der Nutzfahrzeugbranche und liebt Mercedes-Benz und BMW, Paulus hat Ford- und Opel-Background.
Drei Meister, keine Hierarchien
Was den Betrieb besonders auszeichnet: das „One Man on Top"-Prinzip, wie es Steffen selbst nennt. „Jeder von uns nimmt den Kunden an, macht die Dialogannahme, repariert das Auto und gibt es auch wieder raus", erklärt Steffen. „Der Kunde hat einen festen Ansprechpartner." Klassische Hierarchien gibt es nicht. Jeder hat ein Telefon in der Hosentasche, geht ans Telefon und plant seine Kapazitäten im gemeinsamen Outlook-Kalender.
Herzstück der Kundenkommunikation ist WhatsApp Business. „Die Kunden bekommen Kostenvoranschläge, Fotos von Schäden und können direkt freigeben", erklärt Steffen. „Gerade die jungen Kunden lieben das."
Ein strategischer Schachzug war der Einstieg in Fahrschulumbauten. Mittlerweile betreut der Betrieb zehn Fahrschulen und hat 60 bis 70 Doppelpedalumbauten durchgeführt. „Am Anfang dachte ich: Das mache ich nie wieder", gibt Steffen zu. „Aber mittlerweile läuft es super." Die Fahrschulen wurden zum Türöffner für junge Kundschaft. „Die Fahrlehrer haben alle Flyer von uns im Auto. Die jungen Leute kaufen mit 18 ihr erstes Auto für 3.000 oder 4.000 Euro bei mir. Warum sollten sie mit 25 nicht ihr zweites kaufen?" Die Rechnung geht auf: „Von fünf Autos, die ich verkaufe, habe ich drei im Service. Oft wechseln dann komplette Familien zu mir."
Besonders emotional wird Steffen bei Reha- und Ergomotiv-Umbauten: Handgas, Einstiegshilfen, Kofferraumkräne für Rollstühle. „Das ist wirklich eine der schönsten Sachen. Menschen nach einem Schlaganfall oder Unfall wieder Mobilität zu verschaffen – da sind auch schon Tränen geflossen.“ Für die teils hochkomplexen Umbauten ist noch echte Handwerksarbeit gefragt; fertige Bausätze gebe es so gut wie nicht. „Man muss alles selbst schweißen, bauen, zum Pulverbeschichten schicken.“ Zwischen 20 und 25 solcher Einzelanfertigungen macht der Betrieb pro Jahr – Steffen kümmert sich auch komplett um die Abrechnung mit den Versicherungen.
Ein weiteres kürzlich erschlossenes Standbein ist der Tuning-Bereich. Als offizieller KW-Partner hat der Betrieb 2024 allein 45 Fahrwerke verbaut. Eine weitere Besonderheit: Walnussstrahlen für verkokte Ansaugtrakte.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Details, die zählen
Dass Kundenerlebnis mehr als Technik ist, zeigen die kleinen Dinge: ein persönlicher Nachfassanruf des Chefs, ein Duftbaum oder eine Packung Spätzle mit Logo im Fahrzeug – Details, die auf dem Land mehr sind als nette Gesten. Mit rund 1.100 Kunden – davon 82 Prozent in den vergangenen 24 Monaten aktiv – steuert der Werkstattumsatz auf die Million zu. Phasenweise führten zwei bis drei Monate Vorlauf zu schmerzhaften Abwanderungen; heute wird Kapazität sorgfältiger geplant.
Blick nach vorn
Für die Zukunft steht ein ADAS-Kalibriersystem auf der Einkaufsliste, Büro und Wartebereich sollen modernisiert, das Hallendach saniert und mit Photovoltaik belegt werden, um den Betrieb auch energetisch zukunftsfest aufzustellen.
Und dann ist da noch der persönliche Traum von Niko Steffen: die feste Vier-Tage-Woche. Aktuell schafft er viereinhalb Tage, dienstags mittags ist „Papatag" mit seinem Sohn. „Das ist für mich die schönste Zeit der Woche", sagt er. „Der Kleine ist mit ein Hauptgrund, warum ich die Vier-Tage-Woche irgendwann fest einführen möchte."
Bewerbungsstart Deutscher Werkstattpreis 2026 – nicht verpassen!
Neue Runde, neue Chance: Hat auch Ihr Betrieb das Zeug zu Deutschlands bester freien Werkstatt? Gerne informieren wir Sie kostenlos und unverbindlich, sobald die Bewerbungsphase für den Deutschen Werksattpreis 2026 startet.