Gebrauchtwagen Die Dynamik geht zum Jahreswechsel wieder verloren

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Ein größeres Angebot macht mehr Markt – im Gebrauchtwagensegment ging es im Jahr 2023 deutlich bergauf. Allerdings hat sich zum Jahresende eine Trendwende angedeutet.

Der Gebrauchtwagenmarkt hat im Jahresverlauf 2023 deutlich zugelegt.(Bild:  Grimm – VCG)
Der Gebrauchtwagenmarkt hat im Jahresverlauf 2023 deutlich zugelegt.
(Bild: Grimm – VCG)

Der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland hat zum Jahresschluss an Dynamik eingebüßt. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, fanden im Schlussmonat 431.413 Pkw einen neuen Halter. Das waren 1,2 Prozent mehr als im Dezember 2022 – gleichzeitig war es die schwächste Entwicklung der letzten zehn Monate. Im November war der Gebrauchtwagenmarkt noch um 8,7 Prozent gewachsen.

Dass im Gebrauchtwagenmarkt das Jahr über mehr Dynamik war, zeigt auch das Gesamtjahresergebnis. Von Januar bis Dezember 2023 summierten sich die Pkw-Besitzumschreibungen auf 6,03 Millionen Einheiten. Das waren 6,9 Prozent mehr als im Jahr 2022. Abgesehen vom Februar hatte sich die Zahl der Halterwechsel in jedem Monat positiv zum Vorjahreszeitraum entwickelt. Den größten Zuwachs verbuchte der Oktober mit einem Plus von 17,2 Prozent.

Insgesamt hat sich die Fahrzeugverfügbarkeit im Jahresverlauf verbessert. Angesichts der um 7,3 Prozent gestiegenen Pkw-Neuzulassungen flossen mehr Gebrauchte in den Markt. Wie aus Zahlen des Online-Marktplatzes Mobile.de hervorgeht, sind zugleich die Angebotspreise zuletzt rückläufig gewesen. Im Schnitt seien Pkw aus zweiter Hand im Dezember 2023 0,7 Prozent günstiger gewesen als zwölf Monate zuvor. Der Preisauftrieb im Gebrauchtwagenmarkt scheint vorerst gestoppt zu sein.

Mehr Dynamik hatte zum Jahresschluss der Markt für gebrauchte Nutzfahrzeuge. Im Schlussmonat wechselten 28.500 Lkw den Halter – 3,6 Prozent mehr als im Dezember 2022. Auf Jahressicht zeigte sich die Gebraucht-Lkw-Nachfrage aber etwas verhaltener als das Pkw-Segment. In zwölf Monaten kamen 388.500 Halterwechsel zusammen (+5,1 %). Für die Zugmaschinen weist das KBA dagegen einen Rückgang um 5,2 Prozent aufs Gesamtjahr gesehen aus (Dezember: -11,5 %).

Rückläufig waren im zurückliegenden Jahr die Besitzumschreibungen in den Randsegmenten Omnibusse und Krafträder. Im kleinen Bus-Segment wurden 5.140 Halterwechsel registriert (-1,4 %). Bei den Krafträdern waren noch 458.000 Halterwechsel zu verbuchen (-4,4 %).

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