Die Elemente der Meister-HU im Detail

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Zwei Monate Schulung für HU-Meister, Spezialisierung auf Segmente, umfangreiche Qualitätskontrollen. Das Konzept für die Meister-HU steht. »kfz-betrieb ONLINE« erläutert die Hintergründe.

Der ZDK hat sein Konzept für die Umsetzung der Meister-HU vorgestellt.
Der ZDK hat sein Konzept für die Umsetzung der Meister-HU vorgestellt.
(Archiv)

Mit dem Konzept zur Meister-HU hat die Verbandsorganisation vor wenigen Tagen einen Vorschlag präsentiert, der als Grundlage für die Durchführung der Hauptuntersuchung durch Kfz-Meisterbetriebe dient. Es stellt eine Alternative zum bereits bestehenden System dar, das eine Durchführung der Hauptuntersuchung durch Prüfingenieure zumeist in anerkannten Prüfstützpunkten vorsieht. An dieser Möglichkeit soll sich auch künftig nichts ändern.

Dass Kfz-Betriebe fit für die HU sind, haben sie längst bewiesen. Seit Jahren führen sie hoheitliche Prüfungen und Untersuchungen ohne nennenswerte Beanstandungen durch. Entspricht eine Abgasanlage zum Beispiel nicht der Norm, bringen sie diese in Ordnung. Dabei prüft und repariert der Meister selbst, eine Trennung von Person und Ort findet nicht statt. Vielmehr muss der Verantwortliche zwei Rollen einnehmen: Einerseits prüft er gemäß seines hoheitlichen Auftrags, andererseits behebt er als Werkstattmeister bestehende Mängel. In dieser Doppelrolle kommen die Meister gewissenhaft den an sie gestellten Anforderungen nach. Dies wird auch bei der Durchführung der Hauptuntersuchung entscheidend sein.

Die Qualitätssicherung spielt in dem Konzept der Meister-HU, das die ZDK-Technikabteilung gemeinsam mit Vertretern aus Landesverbänden und Innungen in den vergangenen Monaten erstellt hat, eine entscheidende Rolle. Um die notwendige Qualität zu erreichen, müssen die Meister entsprechend qualifiziert werden. Dies ist der zweite wesentliche Aspekt in dem nun vorgelegten Konzept.

Zwei Ebenen sind für die Maßnahmen zur Qualitätssicherung entscheidend: der betriebliche und der übergeordnete Bereich. In jeder „HU-Werkstatt“ muss ein System existieren, das ähnlich aufgebaut ist wie für die hoheitlichen Aufgaben Abgasuntersuchung (AU/AUK), Gasanlagen- (GAP/GSP) und Sicherheitsprüfung (SP). Das Qualitätssicherungssystem für HU-Werkstätten muss darüber hinaus auch dafür sorgen, dass alle „HU-Meister“ auf die gesamten Vorgaben zur Durchführung der Hauptuntersuchung zugreifen können. Dies gilt insbesondere, wie für alle anderen HU-Prüfer auch, zum Beispiel für die Prüfung elektronischer Komponenten mit dem HU-Adapter.

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