Freizeitmobilmarkt Die Nachfrage flaut ein Stück weit ab

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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In der Corona-Pandemie schoss der Absatz von Freizeitmobilen durch die Decke. Inzwischen normalisiert sich der Markt, ein Marktsegment ist sogar deutlich unter Druck.

Der Absatz von Reisemobilen ist in Deutschland weitgehend stabil, abwärts geht es mit den Wohnwagen-Verkäufen.(Bild:  Bürstner)
Der Absatz von Reisemobilen ist in Deutschland weitgehend stabil, abwärts geht es mit den Wohnwagen-Verkäufen.
(Bild: Bürstner)

Der Freizeitmobilmarkt entfernt sich weiter von seinen einstigen Rekordzahlen aus der Zeit der Corona-Hochphase. Nach den Zahlen des Caravaning Industrie Verbands Deutschland (CIVD) geben die Verkäufe der Reisemobile nur leicht nach, während der Absatz der Wohnwagen deutlich rückläufig ist. Trotzdem liegen die Gesamtverkaufszahlen des ersten Halbjahres derzeit noch über dem Vor-Pandemie-Wert des Jahrs 2019.

Von Januar bis Juni 2025 kamen 55.737 Freizeitfahrzeuge zur Erstzulassung. Das waren rund 2.200 Einheiten oder 3,7 Prozent weniger Neuzulassungen als im ersten Halbjahr 2024. Trotz des Rückgangs ist aus Sicht des CIVD keine Alarmstimmung angebracht, denn das erste Halbjahr 2024 hatte mit knapp 58.000 Neuzulassungen ein Rekordergebnis geliefert. Das Ergebnis für das zurückliegende Halbjahr liegt zudem noch 6,2 Prozent über den Verkaufszahlen des Jahres 2019, das ja im Pkw-Markt als Referenzjahr genommen wird.

Allerdings entwickeln sich die beiden Segmente des Freizeitmobil-Markts unterschiedlich. Das deutlich größere Reisemobil-Segment legte im Juni sogar um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 44.329 Reisemobile neu zugelassen. Das sind 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Jedoch ist das Ergebnis noch immer der zweitbeste Wert nach dem Ausnahmejahr 2021 (48.500 Erstzulassungen im ersten Halbjahr). Zum Vergleich: Der schwache Pkw-Markt gab im ersten Halbjahr nochmals um 4,7 Prozent nach.

Schwieriger ist die Lage auf dem Wohnwagenmarkt. Das sogenannte Caravan-Segment verzeichnet einen fortgesetzten Rückgang der Nachfrage. Im bisherigen Jahresverlauf wurden 11.408 Caravans neu zugelassen. Das ist ein sattes Minus von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit dem Jahr 2019 hat der Absatz fabrikneuer Caravans sogar um ein Drittel abgenommen. Für den Juni weist die Statistik einen weiteren massiven Einbruch aus: Mit 1.183 Einheiten liegt die Nachfrage in diesem Segment fast 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Fiat Ducato ist beliebtestes Chassis

Die Basis für die Reisemobile liefert in vielen Fällen Fiat mit dem Ducato als Unterbau. Insgesamt rollten seit Jahresbeginn rund 19.000 Freizeitfahrzeuge auf Basis des Transporters auf die Straße. Nummer zwei war der Ford Transit mit gut 5.800 Einheiten, gefolgt vom VW Crafter mit rund 5.600 Fahrzeugen.

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