Doppel-Jubiläum: Bei Peugeot muss die Null stehen

Aktuelle Studie zitiert das 504 Coupé

| Autor: Steffen Dominsky

Vor 50 Jahren wurde er zum Auto des Jahres gekührt: der Peugeot 504
Vor 50 Jahren wurde er zum Auto des Jahres gekührt: der Peugeot 504 (Bild: Peugeot)

Mit diversen Klassikern hat sich die Löwenmarke dieser Tage auf der Oldtimermesse Retro Classics vom 7. bis 10. März in Stuttgart präsentiert. Neben dem Peugeot 504 Cabriolet waren der Peugeot 201, der 203 und der 402 zu sehen. Das Ausstellungsstück 504 verweist auf gleich zwei Jubiläen, die der französische Auto- und Pfeffermühlenbauer in diesem Jahr begeht: 1929 führte die Löwenmarke mit dem Peugeot 201 ihre in den Grundzügen bis heute gültige Modellbezeichnung aus drei Ziffern mit der Null an zweiter Stelle ein: Die erste Ziffer zeigt die Modellfamilie, die letzte die Generation. Die Null in der Mitte schafft den Wiedererkennungswert, so der Hersteller. Zum zweiten geht es in diesem Jahr um das Modell 504 selbst: Cabrio und Coupé kamen vor 50 Jahren erstmals auf den Markt.

Doch der Reihe nach: Die Löwenmarke verwendete die Modell-Nomenklatur das erste Mal im Jahr 1929 für dem Kleinwagen Peugeot 201 – dem 201ten Modell der französischen Marke. Ihr Erfinder, Robert Peugeot, sah bei dessen Markteinführung eine Möglichkeit, die Modellpalette dauerhaft zu strukturieren. Um sich ein Alleinstellungsmerkmal zu sichern, beantragte der französische Automobilhersteller einen Markenschutz für alle dreistelligen Kombinationen mit einer Null an zweiter Stelle.

Eine kleine Revolution in der Modellbezeichnung erfolgte auf der Automobilmesse IAA im Jahr 2003. Dort stellte Peugeot das futuristische Concept Car 4002 vor. Zwei Jahre später kam der Minivan Peugeot 1007 als erstes Serienfahrzeug mit einer vierstelligen Nummer auf den Markt. Fortan trugen alle SUVs der Löwenmarke zwei Nullen in der Bezeichnung, um sie besser von den bestehenden Pkw-Modellen abzugrenzen. Im Jahr 2012 folgte die nächste bis heute bestehende Änderung: Als letzte Ziffer wird die Acht als Zahl nicht überschritten. Der neue Peugeot 508 löste so beispielsweise im Jahr 2018 seinen gleichnamigen Vorgänger von 2011 ab.

Peugeot 504: Die Klassiker inspirieren bis heute

Zu den beliebtesten Fahrzeugen der Löwenmarke gehören zweifelsohne das Cabriolet und das Coupé des Peugeot 504, die vor 50 Jahren auf den Markt kamen. Wie auch bei diversen anderen Herstellern orientieren sich die Designer von heute gerne an der eigenen Geschichte, wie das Beispiel des Konzeptfahrzeugs „Peugeot E-Legend“ zeigt. Es überträgt das „sportlich-leichtfüßige Design des Klassikers in die Gegenwart“, so Peugeot.

Entworfen hat den 504 das renommierte italienische Designstudio Pininfarina. Besonders die im Jahr 1969 eingeführten Versionen als Cabriolet und Coupé gewannen viele Anhänger und entwickelten sich zum Verkaufsschlager. Auch die Fachpresse zeigte sich vom stilsicheren Auftritt des Peugeot 504 begeistert und ehrte ihn mit dem Titel „Car of the Year 1969“. Mit rund 3,7 Millionen produzierten Exemplaren ist der Peugeot 504 das bislang erfolgreichste Modell der Marke hinter den beiden Kleinwagen Peugeot 205 und Peugeot 206.

Peugeot auf der Retro Classics

Übrigens bringt der Club „Deutsches Peugeot Vorkriegs-Register“, auf dessen Stand in Stuttgart die Peugeot-Modelle untergekommen waren, seit seiner Gründung im Jahr 2000 die Fans von Peugeot zusammen, die ein motorisiertes Zwei- oder Vierrad der Löwenmarke aus den Baujahren 1890 bis 1949 besitzen. Dies entspricht den Modellen Peugeot Typ 1 bis Peugeot 202. Mitglied des Clubs „Deutsches Peugeot Vorkriegs-Register“ ist auch die Peugeot Deutschland GmbH, die ihn bei Aktivitäten, wie dem Auftritt auf der Retro Classics, unterstützt.

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