Mazda-Rückrufe Dreimal CX-60

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Bei rund 18.000 japanischen SUVs hierzulande können mehrere Fehler in verschiedenen Kombinationen auftreten. Dies kann zu Vortriebsverlust, nicht ausreichender Kühlung der HV-Batterie und zum Ausfall des Entfrosters sowie des 360-Grad-Monitors führen.

Der CX-60 muss gleich aus mehreren Gründen beim Servicepartner vorgeführt werden. (Bild:  Mazda)
Der CX-60 muss gleich aus mehreren Gründen beim Servicepartner vorgeführt werden.
(Bild: Mazda)

Die Mazda Motors Deutschland GmbH (MMD) hat drei Rückrufaktionen für den CX-60 angekündigt. Am umfangreichsten ist dabei die Maßnahme mit der internen Kennung „AR058A“ für die Plug-in-Hybrid-Variante (PHEV). Sie gilt europaweit für rund 42.000 SUV, davon 11.173 in Deutschland. Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus dem Produktionszeitraum 15. März 2022 bis 15. Juli 2024 (FIN-Bereich: JMZKH**** 01 100052 bis -252547).

„Aufgrund einer fehlerhaften Softwareprogrammierung der Dash Electronic Supply Unit (Dash-ESU) kann beim Starten des Fahrzeugs ein Fehler auftreten“, heißt es in der Fehlermeldung des Herstellers. Dies gehe mit dem Aufleuchten mehrerer Warnmeldungen im Kombiinstrument einher, darunter die Motorwarnleuchte. Folge: das Kühlsystem der HV-Batterie kann nicht wie vorgesehen funktionieren, ebenso wie die Funktionen Entfroster, Sicherheitsgurtwarnung und 360-Grad-Sichtmonitor. Zur Dauer des vorgesehenen Softwareupdates lagen noch keine Infos vor.

Motor kann aus bleiben

Gleiches gilt für den zweiten Rückruf. Hier stehen neben der Aktualisierung der Dash-ESU noch weitere für die Steuermodule des Antriebsstrangs (PCM), der Batterieenergie (BECM) und der Getriebesteuerung (TCM) auf dem Programm. Sie sind im Rahmen des Rückrufs „AR056A“ für 17.153 Einheiten mit Mild-Hybrid-Dieselmotor in Europa vorgesehen, wovon sich laut MMD 6.581 in Deutschland befinden (Produktionszeitraum: 28.9.2022 bis 23.7.2024; FIN-Bereich: JMZKH **** 01 112067 bis -252995). Neben dem oben geschilderten Fehler könnten hier noch weitere auftreten:

  • Der Motor kann im Leerlauf aus dem automatischen Motorstopp (I-Stop) nicht wieder anspringen
  • Die Kupplung, die den Elektromotor und den Verbrennungsmotor verbindet, rückt nicht mit dem richtigen Timing ein, wenn das Fahrzeug entweder während des EV-Fahrens oder unmittelbar nach dem Übergang vom Motorbetrieb zum EV-Betrieb neu gestartet wird

„Die möglichen Mängel variieren je nach FIN, abhängig vom Produktionsdatum und der Spezifikation des Fahrzeugs“, heißt es in dem schriftlichen Statement von MMD.

Keine Meldung wert wäre eigentlich der dritte Rückruf, denn er gilt in ganz Europa nur für 61 CX-60. Da dieser aber zeitgleich mit den beiden oben geschilderten stattfindet und unter dem eigenen Aktionscode „AR061A“ firmiert, soll er kurz erwähnt werden. „Bei einigen Kombiinstrumenten kann es vorkommen, dass die Anzeige für aktives Fahren keine Aufforderung zur Betätigung des Lenkrads anzeigt, auch wenn der Fahrer das Lenkrad während der Verwendung des Cruising & Traffic Support (CTS) für eine bestimmte Zeit loslässt oder locker hält“, lautet der Gefahrenhinweis. Das fällige Update steht hierzulande für 15 Exemplare an, gebaut zwischen 31. Mai 2022 und 17. April 2023 (FIN-Bereich: JMZKH **** *1 101448 bis -130516).

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