Dubai Motor Show: Im Glanz der Extravaganz

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Die Vereinigten Arabischen Emirate gehören auch für Bodo Buschmann, Chef von Brabus, zu den lukrativsten Ländern. Wen wundert es da, dass auf seinem Messestand eine ganze Flotte aus Zwölfzylinder-G-Modellen auf Kundschaft wartet? Krönung ist der 900 PS starke G 900 für 425.000 Euro. „Wir wollen zum Abschluss nochmal zeigen, was geht“, sagt Buschmann. Im April kommt nämlich die neue G-Klasse auf dem Markt. Mit Zwölfzylinder ist es dann vorbei – zumindest bei Mercedes.

Schlicht an den Kopf fassen kann sich der Messebesucher, stoppt er beim Karlmannn King. Die chinesische Firma IAT plant laut Vertriebschef Michael Nothdurft – er verteilt Visitenkarten aus Titan – neun Exemplare dieses Wüstenmonsters, dessen Karosserie so aussieht als habe man sie aus Stahlplatten in diversen Richtungen verschweißt. 3,8 Millionen Dollar ruft IAT für den Karlmann King auf. Das Chassis liefert ein Ford 550 Pickup. Von den Amerikanern stammt ebenso der 6,8-Liter-V10 mit 415 PS. Es fällt schwer zu glauben, dass es Menschen gibt, die so etwas tatsächlich kaufen.

Eher vielleicht schon den Vulcano Titanium der italienischen Firma Cecomp. Die Hülle des zweisitzigen Sportcoupés – Preis 2,5 Millionen Dollar – besteht aus dem harten, aber sehr leichten Metall Titan. Es wird gewöhnlich für Düsentriebwerke und Jagdbomber eingesetzt. Kein anderer Autohersteller hat sich bislang an diesen Werkstoff zum Bau einer Karosserie herangewagt. „Es bleibt ein Einzelstück“, sagt Projektmanager Fabrizio Merlo. Unter der Haube des Vulcano arbeitet ein 6,2-Liter-Kompressor-V8 mit 680 PS. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 350 km/h liegen.

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Vorbild Kamel

Mehr als „reines Spaßgerät“ bezeichnet Gründer und Firmenchef Rashid Alshaali seinen selbstkonstruierten Shaali N360. Fünf Jahre entwickelte er den offenen Zweisitzer, in der Bauart einem KTM X-Bow nicht unähnlich. Nicht ohne Grund, Rashid selbst fuhr in der KTM-GT4-Serie mit. Als Antrieb dient ein 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbo aus der Suzuki Hayabusa, den eine US-Firma auf die stolze Leistung von 360 PS bringt.

Über so kleine Spielzeuge kann Hamad bin Hamdan al Nahyan nur milde lächeln. Motto: Wenn schon groß, dann richtig groß. Sein Gefährt hat die Ausmaße eines Lkws und musste daher auf dem Außengelände vor der Messe parken. Was aussieht wie eine Mischung aus Lokomotive und Amphibien-Fahrzeug nennt sich „Dhabiyan“. Hamad kaufte vom US-Militär einen ausrangierten Allradlaster, entfernte dessen komplette Karosserie und verwandelte ihn in ein seltsames Ungetüm, fähig, sämtliche Wüsten der Welt unter die Räder zu nehmen.

Die riesige Schnauze ist der eines 1946er GMC Trucks nachempfunden. Als oben aufgesetzte Fahrerkabine dient ein Jeep Wrangler, auf dem Kühlergrill thront eine verchromte Kamel-Statue. Warum dieses? „Das ist Dhabiyan“, sagt Hamad bin Hamdan al Nahyan stolz, „so hieß das Kamel meines Großvaters.“

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