»kfz-betrieb« Auto-Check Hyundai Santa Fe Ein Typ mit Ecken und Kanten

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Es fällt leicht, den wuchtigen Koreaner als unzeitgemäßes SUV-Monster zu zeihen. Dabei ist er kompakter als er aussieht, relativ sparsam, und der Innenraum ist geräumig und variabel wie ein Van.

Die seit 2024 erhältliche fünfte Generation des Santa Fe ist mit 4,83 Metern die bislang längste. (Bild:  Rosenow – VCG)
Die seit 2024 erhältliche fünfte Generation des Santa Fe ist mit 4,83 Metern die bislang längste.
(Bild: Rosenow – VCG)

Zugegeben: Der neue Santa Fe ist ein Design-Statement, das man sich als Kunde erst einmal zutrauen muss. Vor allem das kastenförmige, nach unten leicht eingezogene Heck mit den bis in die Seite reichenden Leuchteneinheiten wirkt schon sehr eigenwillig. Doch die quaderartige Form hat einen großen Vorteil, und der heißt Platzangebot.

Auf knapp über 4,8 Metern Länge bringt der Santa Fe vier Erwachsene sehr bequem und drei weitere Personen menschenwürdig unter. Lässt man die dritte Sitzreihe im Boden, bleiben 628 Liter Kofferraumvolumen, die sich durch die geradlinige Form und die ebene Ladefläche gut nutzen lassen.

Angesichts der Platzfülle des großen SUVs ist es fast schade, dass wir bei den Testfahrten von »kfz-betrieb« fast immer allein unterwegs sind. Aber auch der Fahrer hat im Santa Fe viel Freude, beispielsweise an der bequemen Sitzposition und den langstreckentauglichen Sitzen. Viele Fahrzeugfunktionen lassen sich zudem mit haptischen, im Falle der Lenkradschalter sogar sehr hochwertigen und griffsympathischen Bedienelementen ansteuern. Dafür ist der berührungsempfindliche Bildschirm ziemlich weit weg vom Fahrersitz, und die kleinen Symbole lassen sich nicht gut treffen.

In Sachen Nutzlast ein Leichtgewicht

Seit dem Start der aktuellen Santa-Fe-Generation im letzten Jahr bietet Hyundai für das Modell keinen Diesel mehr an. Einzige Antriebsoptionen sind ein Vollhybrid und ein Plug-in-Hybrid, beide auf Basis eines 1,6-Liter-Ottomotors und in paralleler Bauweise.

Der Testwagen war mit dem steckerlosen Hybrid mit einer Systemleistung von 158 kW/215 PS ausgestattet und machte seine Sache entgegen unseren Befürchtungen recht gut. Mit knapp zehn Sekunden Beschleunigungszeit von 0 auf 100 km/h ist er zwar kein Sprinter, aber sicher verwechselt auch niemand den großen Kasten mit einem Sportwagen. Wichtiger sind im Alltag die gute Laufruhe und der leise Lauf des Vierzylinders; da sein Hybridgetriebe über sechs feste Fahrstufen verfügt, entfällt das bei anderen Vollhybriden zu beobachtende ansatzlose Hochdrehen des Motors unter Last.

Auch der Autobahnverbrauch kann sich mit rund 8,5 Litern auf 100 Kilometern sehen lassen – ein Diesel wäre aber sicher sparsamer. Außerdem haben wir den Fullsize-SUV nie mit voll ausgenutzter Passagier- und Gepäckkapazität betrieben. Wie sich der Hybrid bei voller Beladung in den Alpen schlägt, muss also offenbleiben. Hyundai erlaubt, vielleicht um die Kraftreserven des Hybrids nicht zu überreizen, nur rund 500 Kilogramm Zuladung – nicht viel für einen Siebensitzer. Auch die Anhängelast haben die Koreaner bei 1.110 Kilogramm gedeckelt, womit Pferde-, Boots- oder größere Wohnanhänger nicht mehr gezogen werden können.

Was uns während der Testfahrten mit dem Hyundai Santa Fe noch aufgefallen ist, lesen Sie in der Bildergalerie.

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