ELN: Erstes Mehrmarkencenter gestartet

Redakteur: Vera Scheid

Das Autohaus Gerhard verkauft seit Januar die Fahrzeuge aus der ELN-Einkaufsbörse unter dem Label „Mehrmarkencenter“. Inhaber Günther Gerhard schilderte seine Erfahrungen auf dem ELN-Händlertreffen.

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Günter Gerhard, Inhaber des gleichnamigen Autohauses, will sich in der Region um Olpe als Mehrmarkenhändler etablieren.
Günter Gerhard, Inhaber des gleichnamigen Autohauses, will sich in der Region um Olpe als Mehrmarkenhändler etablieren.
(Foto: Scheid)

Seit Anfang des Jahres können Partner der Einkaufsbörse ELN ihre Fahrzeuge unter dem Label „Mehrmarkencenter“ vermarkten. Mit gebrandeten Fahnen, Postern und Flyern können angeschlossene Händler nun auch nach außen hin zeigen, dass sie Fahrzeuge mehrerer Marken verkaufen. Das Autohaus Gerhard in Olpe war der erste Partner, der die neue Außensignalisation angebracht hat. Inhaber Günter Gerhard berichtete den rund 100 Teilnehmern des ELN-Händlertreffens Mitte Februar in Neuss von seinen Erfahrungen als ELN-Mehrmarkenhändler.

Im ersten Monat hat das nordrhein-westfälische Autohaus bereits 30 Fahrzeuge verkauft: „Das sind rund zwölf Prozent unserer Jahresplanung – Ziel für 2013 sind rund 250 Fahrzeuge. Für einen Januar ist das ein gutes Ergebnis“, sagte Günter Gerhard. Seit 1985 ist er Honda-Händler; um das Angebot zu erweitern, habe er sich 2008 der Einkaufsbörse angeschlossen. „Mit der neuen Signalisation sind wir nun auch nach außen hin als Mehrmarkenhändler zu erkennen“, so Günter Gerhard. Er ist einer von bislang 35 ELN-Partnern, die noch in diesem Jahr ELN-Mehrmarkenhändler werden wollen.

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Nicht alle Händler sollen Mehrmarkencenter werden

Insgesamt nutzen derzeit rund 700 Händler die Fahrzeugbörse als Zukaufquelle. „In Deutschland wäre Platz für rund 1.000 Mehrmarkencenter, wenn man den Gebietsschutz berücksichtigt“, so Walter Schiel, Geschäftsführer der S&S Internetsysteme GmbH. Dennoch ist es nicht sein erklärtes Ziel, alle ELN-Händler zu Mehrmarkencentern zu machen. Die Börse werde in ihrer bisherigen Form bestehen bleiben.

Auf der Tagung konnten die Händler an drei Workshops teilnehmen und hatten Gelegenheit, mit einigen Zulieferern der Börse zu sprechen. Einer davon ist Auto Hein. Inhaber Tobias Hein will mit der Teilnahme an der Einkaufsbörse vor allem seine Händlerkontakte ausbauen. Im vergangenen Jahr setzte der thüringische EU-Fahrzeug-Importeur rund 350 Fahrzeuge ab: „Das ist für einen Sechs-Mann-Betrieb sehr viel“, so Tobias Hein. Derzeit vermittelt er über die Einkaufsbörse rund ein Viertel seiner Fahrzeuge. Sein kurzfristiges Ziel sei es, jeden Tag ein Fahrzeug zu verkaufen – dabei soll ihm ELN helfen.

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