E-Mobilität Endverbraucher kaufen mehr gebrauchte als neue BEVs

Von Yvonne Simon 1 min Lesedauer

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In absoluten Zahlen kauften 2024 mehr Endverbraucher ein gebrauchtes als ein neues Elektroauto. 2025 setzt sich der Trend auf dem insgesamt schwächelnden BEV-Markt fort.

Die private Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos ist derzeit höher als nach Neuwagen.(Bild:  Grimm – VCG)
Die private Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos ist derzeit höher als nach Neuwagen.
(Bild: Grimm – VCG)

Gebrauchte Elektroautos standen bei Privatkunden 2024 höher im Kurs als Neuwagen. Darauf weist die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) in der aktuellen Ausgabe ihres DAT-Barometers hin.

Gut 173.000 gebrauchte BEVs wechselten im vergangenen Jahr den Besitzer. Gleichzeitig kauften knapp 137.000 private Neuwagenkäufer ein Elektroauto. Der Trend setzt sich auch im neuen Jahr fort: Im Januar 2025 stehen in der Bilanz 16.636 Stromern aus Vorbesitz nur 9.748 elektrische Neuwagen am Privatmarkt gegenüber.

Treiber der GW-Nachfrage dürften sicherlich die Anschaffungspreise der Neuen sein. Auffällig bei den privaten BEV-Neuzulassungen sei, dass der Juni mit knapp 19.000 Einheiten deutlich über dem monatlichen Mittelwert von rund 11.000 BEV-Neuzulassungen lag. Zwar ist der Juni generell ein starker Monat am Neuwagenmarkt, allerdings liefen bis Mitte des Jahres auch verstärkt Rabattaktionen der Hersteller, erklärt die DAT.

Mehr BEV-Volumen als Nachfrage

Zur weiteren Einordnung: Die privaten BEV-Neuzulassungen machten 2024 rund 35,9 Prozent aller neu registrierten Stromer aus. Über alle Segmente hinweg kamen laut KBA gut 380.600 Elektroautos neu auf die Straßen, die später am Gebrauchtwagenmarkt landen. Das Volumen am Gebrauchtwagenmarkt stieg zuletzt schneller als die Nachfrage, was zu niedrigen Restwerten führt.

Antriebsübergreifend gingen im letzten Jahr 913.820 Neuzulassungen auf den Privatmarkt zurück. Der Elektro-Anteil beträgt in dem Segment also 14,9 Prozent. Gleichzeitig wechselten über alle Antriebe hinweg knapp 6,48 Millionen Pkw den Besitzer – das macht am Gebrauchtwagenmarkt einen BEV-Anteil von 2,7 Prozent. Allerdings ist hier auch das Angebot an Verbrennern ungleich höher als das an Elektroautos.

Nur kleiner Stromer-Anteil im Bestand

Im DAT-Barometer werfen die Marktbeobachter auch einen Blick auf den Pkw-Bestand, der fest in privater Hand ist. 88 Prozent der Pkw auf Deutschlands Straßen gehören privaten Besitzern. Davon machen Elektroautos bislang erst 2 Prozent aus. Den Bestand zu elektrifizieren, bleibt damit eine langfristige Aufgabe.

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