Erhardt AG: Lack around the clock
Das neue K&L-Zentrum der Erhardt-Gruppe in Suhl demonstriert Kompetenz. Dank eines Arbeitszeitmodels mit drei-Schicht-System zu jeder Zeit .
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Auferstanden aus Ruinen. Spontan fährt einem beim Anblick der Bilder (siehe oben) der Titel der DDR-Nationalhymne durch den Kopf – auch als „Wessi“. Es ist schon beeindruckend, was die im thüringischen Suhl ansässige Erhardt AG da innerhalb kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat.
Doch worum geht‘s? Antwort: um Zentralisierung. Diese meist ungeliebte Organisationsform bietet neben bekannten Nachteilen auch handfeste Vorteile. Da stellt die Karosserie- und Lackinstandsetzung von Fahrzeugen keine Ausnahme dar. „Es ist besser, mit der Zeit zu gehen bzw. ihr einen Schritt voraus zu sein, als von ihr eingeholt zu werden“, bringt es der Vorstandsvorsitzende der Autohaus-Gruppe, Wilfried Erhardt, treffend auf den Punkt.
Dem VW-, Audi-, Seat- und Skoda-Partner erging es mit seinen 18 Betrieben an neun Standorten in letzter Zeit wie zahlreichen anderen Unternehmen im K&L-Bereich: Immer weniger und immer klei-nere Unfallschäden verteilten sich auf zu viele Betriebe. Hinzu kamen in den letzten Jahren weitere Umsatzbremser wie die Schadensteuerung der Versicherer. Zeit zu handeln – und das tat die Erhardt-Truppe.
K&L-Markt schrumpft
Die einst an fünf Standorten betriebenen Lackieranlagen sowie entsprechende Karosseriearbeitsplätze wurden am Unternehmenssitz zentral zusammengefasst. Damit wuchs zusammen, was aus Sicht jedes Finanz-, aber auch Serviceverantwortlichen zusammengehört. Denn um heute und künftig gutes Geld in der Karosserie- und Lackinstandsetzung verdienen zu können, muss man effektiv arbeiten – äußerst effektiv. Dass das bei der Erhardt AG, deren unternehmerische Wurzeln bis ins Jahr 1880 zurückreichen, keine Floskel ist, zeigt das Arbeitszeitmodell: In drei Schichten oder mit anderen Worten rund um die Uhr wird von Montag bis Freitag gerichtet, gespachtelt und lackiert: In den ersten beiden Schichten kümmert sich das Team um K&L-Chef Mirko Fischer um die Instandsetzung und Vorbereitung, in der dritten Schicht um den Lackauftrag.
„Auch wenn das Thema Kosten im K&L-Segment ein heißes Eisen ist, tut man als Unternehmer gut daran, bei einer Lackieranlage auf Qualität und Service zu setzen“, ist Erhardt überzeugt. „Ich hatte Angebote von Mitbewerbern, die deutlich günstiger waren“, gibt der Chef offen zu. Trotzdem hat er sich für die teurere Anlage von Wolf entschieden.
In seinen alten K&L-Standorten hatte das Unternehmen Anlagen unterschiedlicher Hersteller installiert – auch eine von Wolf war dabei. „Wir kannten den Anbieter bereits und wussten um seine Vorzüge. Letztlich hat uns aber nicht nur das Produkt überzeugt. Auch das Engagement der Menschen, die hinter diesem stehen, hat für uns den Ausschlag gegeben“, erklärt Erhardt.
Effektiv dank Universalarbeitsplatz
Seit September 2009 sorgt deshalb eine Wolf-Taifuno für richtig Wind bzw. Durchlauf im neu errichteten K&L-Zentrum, das an das „Auto-Kauf-Haus“ (A.K.H.) – das pfiffige Gebrauchtwagenvermarktungskonzept der Erhardt-Gruppe – angeschlossen ist. „Die Anlage entstand als kompletter Neubau, frei von räumlichen Zwängen“, berichtet A.H.K.-Geschäftsführer Mario Jänich nicht ohne Stolz. „Somit konnten wir alles nach effektiven und wirtschaftlichen Aspekten ausrichten.“
Konkret bedeutet das: Fünf Wolf-Universalarbeitsplätze – vier davon mit Hebebühne – erlauben nicht nur eine Vorbereitung der Fahrzeuge. Dank elektrischer Trennrollos und intelligenter, da computergesteuerter Luftführung bzw. Bodenabsaugung kann der Mitarbeiter neben Grundier- und Füller- auch Spot-Repair und kleinere Lackierarbeiten ausführen. Das ist nicht nur praktisch, sondern spart jede Menge Zeit und damit Geld – und darauf kommt es schließlich an.
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