Suchen

Erstes russisches E-Auto hat 560 Kilometer Reichweite

| Autor / Redakteur: dpa/gr / Viktoria Hahn

Russland will in der Elektromobilität nicht den Anschluss verlieren und 2020 ein erstes E-Auto in der Serienfertigung auf den Markt bringen. Umsetzen soll dies der Hersteller Zetta mit einem gleichnamigen Kleinwagen. Der punktet mit niedrigen Kosten bei hoher Reichweite.

Firma zum Thema

Die Produktion des Zetta soll im ersten Quartal 2020 beginnen – hier ist ein Prototyp des Herstellers abgebildet .
Die Produktion des Zetta soll im ersten Quartal 2020 beginnen – hier ist ein Prototyp des Herstellers abgebildet .
(Bild: Screenshot http://e-zetta.ru/)

Russland will 2020 in den Markt für Elektroautos einsteigen. Die Produktion des Zetta soll im ersten Quartal beginnen, sagte Industrieminister Denis Manturow am Samstag der Agentur „Tass“. Einen genauen Starttermin nannte er nicht.

Es wäre dem Bericht zufolge das erste russische Elektroauto, das in Serie gefertigt wird. Der mit drei Türen ausgestattete Wagen soll je nach Fahrstil und Größe des Lithium-Eisenphosphat-Akkus bis zu 120 Stundenkilometer schnell sein und mit einem Mal Aufladen zwischen 200 und 560 Kilometer zurücklegen können. Laut der Webseite „Russland Capital“ startet der Kaufpreis umgerechnet bei etwa 6.400 Euro. Für das Jahr 2020 sollen 2.000 Einheiten verkauft werden, die maximale Jahresproduktion liege bei 15.000 Fahrzeugen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Wie das Technikportal „Golem.de“ schreibt, ist der Zetta mit einem Radnaben-Antrieb ausgestattet, wie in etwa der Uniti One aus Schweden nutzt, ebenfalls ein Elektroauto. Den Angaben zufolge sollen vier Motoren mit jeweils 18,1 kW Leistung den Zetta antreiben und dabei jeweils ein Drehmoment von 232 Newtonmeter entwickeln.

In Russland sind Elektroautos noch selten. Nur einige Tausend soll es Medienberichten zufolge derzeit geben. Experten schätzen, dass ihr Anteil auch in den nächsten Jahren gering bleibe. Das liege auch am schlecht ausgebauten Ladenetz im größten Flächenstaat der Erde.

Lada kündigt bislang nur an

Der traditionsreiche russische Autobauer Lada experimentiert schon länger mit der Elektromobilität, hat aber noch kein eigenständiges Elektroauto vorgestellt. Bereits seit 2012 existiert der „EL Lada“, der letztlich eine Elektroversion des Lada Kalina ist. Zudem gibt es Überlegungen das aktuelle Erfolgsmodell Vesta auch als Elektrovariante anzubieten. Der Vesta EV wurde im Jahr 2016 vorgestellt, passiert ist seither nichts. An alternativen Antrieben hat Lada den Erdgasantrieb (Vesta CNG und Largus CNG) im Angebot.

(ID:46256017)