Strafzölle ZDK fürchtet Handelskonflikt mit China

Von Nick Luhmann 1 min Lesedauer

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Der ZDK übt scharfe Kritik an den nun in Kraft getretenen EU-Zöllen auf chinesische E-Autos. Die negativen Folgen werde die deutsche Autoindustrie spüren. Deshalb müsse die Bundesregierung dringend den Hochlauf der E-Mobilität mit Maßnahmen fördern.

Ab sofort erhebt die EU Zölle auf Elektroautos, die in China hergestellt werden. (Bild:  BYD)
Ab sofort erhebt die EU Zölle auf Elektroautos, die in China hergestellt werden.
(Bild: BYD)

Die seit Mitternacht geltenden EU-Strafzölle auf importierte Elektroautos aus China werden die ohnehin schleppende Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen weiter schwächen. Zugleich erhöhen sie die Gefahr eines für Verbraucherinnen und Verbraucher schädlichen Handelskonflikts, so der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

„Die Leidtragenden sind insbesondere die Kundinnen und Kunden. Denn die Elektrofahrzeuge aus China werden jetzt deutlich teurer. Zugleich nimmt der Druck auf die europäischen Hersteller ab, preisgünstigere E-Fahrzeuge auf den Markt zu bringen“, so ZDK-Vizepräsident Thomas Peckruhn, Sprecher des Fabrikatshandels in Deutschland.

Hinzu kommt, dass sich ab dem 1. Januar 2025 die CO2-Bepreisung um zehn Euro pro Tonne CO2 erhöht. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen von rund 1,5 Mrd. Euro sollten nach Auffassung des ZDK zur Unterstützung der schwächelnden Automobilwirtschaft und damit auch zur Finanzierung des Hochlaufs der Elektromobilität verwendet werden.

„Angesichts dieser jüngsten Eskalation ist es gerade jetzt unausweichlich, den Hochlauf der Elektromobilität zu stärken“, betont Peckruhn. „Zu den möglichen Maßnahmen aus Sicht des ZDK, das Elektroauto für Kundinnen und Kunden preislich attraktiver zu machen, gehören beispielsweise eine Senkung des Strompreises für Ladestrom und monetäre Anreize wie zum Beispiel eine temporäre Mehrwertsteuersenkung für Fahrzeuge unter 50.000 Euro.“

In diesem Zusammenhang ist es aus Sicht des ZDK unverständlich, warum das Treffen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Wirtschaftsvertretern und Gewerkschaften zur Diskussion von Maßnahmen zur Belebung der deutschen Industrie am Dienstag, 29. Oktober, ohne konkrete Vereinbarungen geblieben ist.

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