Antrittsbesuch ZDK-Präsident: „Die Richtung stimmt“

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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Bei Verkehrsminister Patrick Schnieder lobt Thomas Peckruhn die Vorschläge des „Expertenforums klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur“ (EKMI), weil sie „wichtige Impulse für den Hochlauf der Elektromobilität" vermitteln. Doch Peckruhn äußert auch Kritik.

ZDK-Präsident Thomas Peckruhn (links) und -Geschäftsführer Jürgen Hasler (rechts) trafen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder in seinem Amtssitz in Berlin.(Bild:  Julian Osswald)
ZDK-Präsident Thomas Peckruhn (links) und -Geschäftsführer Jürgen Hasler (rechts) trafen Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder in seinem Amtssitz in Berlin.
(Bild: Julian Osswald)

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) begrüßt die Empfehlungen des Expertengremiums im Bundesverkehrsministerium zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im Verkehrssektor und plädiert für deren zügige Realisierung. Die Vorschläge des „Expertenforums klimafreundliche Mobilität und Infrastruktur“ (EKMI) setzen aus Sicht des Kfz-Gewerbes wichtige Impulse für den Hochlauf der Elektromobilität – sowohl für Verbraucher als auch für Handel und Werkstätten. Das EKMI hatte seinen Abschlussbericht zu zentralen Bereichen des Verkehrssektors am Mittwochabend (16. Juli) an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) übergeben.

„Die Richtung stimmt. Die Vorschläge des EKMI greifen zentrale Herausforderungen im Alltag von Autofahrerinnen und Autofahrern sowie der mittelständischen Kfz-Betriebe auf. Eine spürbare Reduzierung der Stromkosten, steuerliche Anreize und mehr Transparenz beim Laden – das sind genau die Schritte, die es braucht, um Elektromobilität aus der Nische in den Massenmarkt zu bringen. Jetzt kommt es darauf an, dass aus diesen guten Ideen auch zügig gesetzliche Regelungen werden“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn am Donnerstag in einem persönlichen Gespräch mit Schnieder.

„Social Leasing“ stößt auf Ablehnung

Der Vorschlag des EKMI, ein sogenanntes „Social Leasing“ zu prüfen, stößt beim ZDK jedoch auf Ablehnung. Eine solche Maßnahme sei insbesondere mit Blick auf einen nachhaltigen Hochlauf der Elektromobilität nicht zielführend. Social Leasing führt zwar kurzfristig zu Neuzulassungen, generiert aber langfristig keinen nachhaltigen Fahrzeugbestand, da viele Leasingnehmer sich die Übernahme des Fahrzeugs nach Vertragsende nicht leisten können und vermutlich wieder auf günstigere Verbrennermodelle umsteigen, heißt es in einer Pressemeldung des ZDK.

Um das Kundenvertrauen dieser Zielgruppe auch in gebrauchte E-Autos zu steigern, bietet der ZDK mit seinem Partner Aviloo zertifizierte Batterieprüfungen in Kfz-Werkstätten an, mit denen der Gesundheitszustand der Batterien (State of Health bzw. SoH) ermittelt werden kann. Bundesminister Schnieder und der ZDK-Präsident sind sich einig, dass mit einem zertifizierten Batterietest der Markthochlauf gebrauchter E-Fahrzeuge gelingen kann und gelingen muss.

Aus Sicht der Kfz-Branche senden die Vorschläge des EKMI ein starkes politisches Signal: Der Umstieg auf emissionsarme Antriebe soll einfacher, wirtschaftlicher und planbarer werden. Das sei auch dringend notwendig, um Verbraucher nicht zu verunsichern und Investitionsentscheidungen in Kfz-Betrieben zu ermöglichen.

„Unsere Mitgliedsbetriebe beraten täglich tausende Kundinnen und Kunden – sie sind der Schlüssel zur Mobilitätswende. Damit wir gemeinsam erfolgreich sein können, braucht es eine Politik, die ambitionierte Ziele mit praxisnahen Maßnahmen unterlegt. Das EKMI liefert dafür jetzt eine fundierte Grundlage“, so Peckruhn. Mit seinen rund 40.000 Betrieben und 468.000 Beschäftigten gehöre auch der ZDK in dieses Beratergremium, forderte der ZDK-Präsident im Gespräch mit dem Minister.

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