Elektromarkt Europa wird zum Treiber des Wandels

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Der Hochlauf der Elektromobilität geht voran, derzeit allerdings vor allem in Europa. Hier wächst die Akzeptanz in vielen Märkten, teils gestützt durch staatliche Förderprogramme. 

Die Elektromobilität kommt voran. Im ersten Quartal war vor allem die Nachfrage in Europa ein Treiber.(Bild:  Porsche)
Die Elektromobilität kommt voran. Im ersten Quartal war vor allem die Nachfrage in Europa ein Treiber.
(Bild: Porsche)

Die europäischen Autokäufer neigen immer stärker den Elektrofahrzeugen zu – insbesondere in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien. Im ersten Quartal legten die Zulassungen batterieelektrischer Pkw in diesen Ländern um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, zeigt eine Auswertung von PwC Autofacts und Strategy&. Der Marktanteil reiner E-Autos erreichte in den fünf Ländern 19 Prozent – den höchsten bislang gemessenen Wert für ein erstes Quartal. 

Die BEV-Märkte in Frankreich und Deutschland profitierten von der Verlängerung oder Wiedereinführung von Kaufanreizen und stiegen um 50 Prozent bzw. 41 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2025. Der BEV-Marktanteil in Frankreich (28 %) war mit deutlichem Abstand der höchste unter den fünf Märkten, während Deutschland zum vierten Quartal in Folge bei den verkauften Einheiten am stärksten war.

Die BEV-Märkte in Spanien und Italien lagen seit Jahren weit hinter den anderen der Top-Fünf zurück. Beide Märkte setzten jedoch ihren steilen Aufstieg der letzten Quartale fort und stiegen im ersten Quartal 2026 um 42 Prozent bzw. 66 Prozent im Jahresvergleich. Obwohl ihre BEV-Marktanteile im Vergleich zu den anderen Top-Fünf-Ländern klein waren (9 % bzw. 8 %), haben sich diese Zahlen seit dem ersten Quartal 2023 verdoppelt.

Anstieg in vielen Märkten

Auch Plug-in-Hybride erreichten neue Höchststände und stiegen in denselben fünf Märkten um 42 Prozent im Jahresvergleich. Das Vereinigte Königreich überholte Deutschland als Europas größter PHEV-Markt mit einem Wachstum von 47 Prozent im Jahresvergleich, während die Hybrid-Verkäufe erstmals in einem Quartal die Marke von einer Million Einheiten überschritten und einen Rekordmarktanteil von 42 Prozent erreichten.

Auch in den kleineren und mittleren europäischen Märkten kommt die Elektromobilität nach und nach in Gang. Das höchste BEV-Wachstum im Jahresvergleich zeigte sich im ersten Quartal in Polen (73 %), allerdings von einer sehr niedrigen Basis aus. Auch der dänische BEV-Markt wuchs stark und stieg im ersten Quartal im Jahresvergleich um 43 Prozent. Sein BEV-Marktanteil von 79 Prozent ist gleichzeitig der einzige, der dem in Norwegen nahekommt, wo inzwischen nahezu ausschließlich BEV-Modelle neu zugelassen werden (98 %).

In China ergab sich dagegen ein anderes Bild. Die BEV-Verkäufe fielen um 20 Prozent und der PHEV-Absatz ging um 31 Prozent zurück, was die globalen Zahlen in den negativen Bereich zog. Während chinesische Automobilhersteller ihre Produktion auf europäischem Boden ausweiten, sehen sich die Hersteller des Kontinents zunehmendem Wettbewerbsdruck ausgesetzt – und die politischen Entscheidungsträger stehen vor einer schwierigen Wahl: die heimische Industrie schützen oder den Wettbewerb die Preise für die Verbraucher senken lassen.

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