Medienbericht Fährt Cadillac demnächst in der Formel 1?

Von dpa. gr 2 min Lesedauer

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Die US-Marke stellt sich derzeit global neu auf. Scheinbar soll auch die Präsenz in der Formel 1 dazu beitragen, die Bekanntheit der Marke zu erhöhen. Dem Einstieg geht ein Machtkampf in der Rennserie voraus.

(Bild:  Grimm – VCG)
(Bild: Grimm – VCG)

In der Formel 1 verdichten sich die Anzeichen für den Einstieg eines weiteren amerikanischen Teams. Sky Sports berichtete am Rande des Grand Prix von Las Vegas, dass Bewegung in das Projekt gekommen sei und General Motors mit der Marke Cadillac von 2026 an in der Königsklasse des Motorsports vertreten sein soll. „Ein Einstieg von General Motors bekommt grünes Licht“, berichtete der TV-Sender. Einziges US-Team ist derzeit Haas mit dem deutschen Piloten Nico Hülkenberg.

Das Thema ist ein Politikum in der Formel 1, denn vor einiger Zeit hatte Michael Andretti versucht, mit seinem in den USA bekannten Motorsport-Unternehmen auch in die Formel 1 zu kommen. Damit stieß er aber auf eine Mauer der Ablehnung unter den bisherig vertretenen zehn Rennställen, die nicht gewillt waren, die Einnahmen mit einem elften Unternehmen zu teilen. Der Motorsportverband Fia hatte grünes Licht für Andrettis Vorhaben gegeben.

Nun versucht es Andretti unter anderer Flagge noch einmal. Allerdings wird der neue Rennstall von General Motors getragen und soll unter dem Namen der Konzernmarke Cadillac an den Start gehen. Andretti ist als Team wohl weiter Teil der Überlegungen, allerdings mit Michael Andretti in einer deutlich kleineren Rolle.

Wolff erklärt veränderten Standpunkt

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte zuvor im US-Bundesstaat Nevada angedeutet, dass ein direkter Einstieg von General Motors die Zustimmung der bereits in der Formel 1 vertretenen Teams bekommen könnte – auch wenn sie formal gar keine Rolle spielen bei der Entscheidung. Diese liegt allein in den Händen des Motorsportweltverbands FIA und des Formel-1-Eigentümers Liberty Media.

„Wir haben eine Verpflichtung, den Standpunkt zu vertreten, der am besten für unsere Firma und unsere Angestellten ist, und das haben wir getan“, hatte Wolff gesagt. „Ich denke, wenn ein Team etwas zur Meisterschaft beitragen kann, im Speziellen, wenn GM sich dazu entscheidet, als Teambesitzer einzusteigen, dann ist das eine andere Geschichte.“

Cadillac versucht derzeit jenseits der USA den Neustart. In Europa positioniert sich die Marke derzeit als Elektroauto-Hersteller im Premiumsegment. Vor einigen Wochen ging der Vertrieb des ersten neuen Modells Lyriq an den Start. Weitere Modellstarts sind in der Vorbereitung. Auch den Vertrieb strukturiert Cadillac derzeit neu. Im so genannten „hybriden Vertrieb“ gibt es die Cadillac-Modelle stationär und online. Und im stationären Handel fungieren sowohl Eigenbetriebe des Herstellers als auch Händler als Anlaufstellen.

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