Fake-Autohäuser sorgen für Ärger im Netz

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Daten sind eine harte Währung geworden, dementsprechend nutzen unseriöse Datensammler unvorsichtige Internet-Nutzer als Goldgrube. Derzeit sind Facebook-Einträge von nicht existenten Autohäusern scheinbar der letzte Schrei.

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(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Verschiedene missbräuchliche Social-Media-Seiten schädigen derzeit den Ruf von Autohäusern. Wie die Initiative Mimikama – ein österreichischer Verein zur Aufklärung von Internetmissbrauch – warnt, tauchen derzeit Fake-Einträge im Netz auf, die allein auf die Sammlung von Daten ausgelegt sind. Dem Betrachter erscheinen sie aber als professionell gestaltete Social-Media-Profile von Autohäusern.

Zuerst war auf Facebook am 30. Januar der Eintrag eines „Autohauses Milenski“ aufgetaucht, das anlässlich einer Betriebsfeier an fünf Teilnehmer jeweils einen VW Golf verlosen wollte. Die auf der Facebook-Seite gezeigten Daten suggerierten eine zumindest schon eingeführte Präsenz mit zahlreichen „Freunden“ und Abonnenten in der Community.

Einen Tag später tauchte dann der Facebook-Eintrag eines „Autohauses Melters“ mit identischen Fotos und dem identischen Gewinnspiel auf. Beide so genannten Autohäuser sind unter der genannten Firmierung im Internet allerdings nicht zu finden – sie existieren schlicht nicht. Die Facebook-Einträge sind inzwischen ebenfalls gelöscht, nur Warnhinweise erinnern noch an sie.

Bei den Fake-Autohäusern handelt es sich letztlich um eine einfache Masche, User mit der Hoffnung auf einen großen Gewinn dazu zu bewegen, persönliche Daten zu hinterlegen, die dann gewinnbringend in ganz anderem Zusammenhang genutzt werden können (etwa Zeitschriften-Abos verkaufen oder Mails aller Art zu adressieren). „Daten bringen immer Geld“, heißt es warnend auf Mimikama.at. Für echte Autohäuser heißt das im Umkehrschluss, sie sollten ihre Social-Media-Einträge so gestalten, dass die Echtheit nicht in Zweifel gerät.

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