Zugang zu Fahrzeugdaten Verbände fordern sektorspezifische Regulierung

Von Nick Luhmann 2 min Lesedauer

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In einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert eine Allianz aus Verbänden, darunter ADAC und ZDK, für die Kfz-Branche eine sektorspezifische Regulierung zum Zugang von Fahrzeugdaten.

Für Dienstleistungen und Arbeiten am Fahrzeug benötigen die Kfz-Betriebe einen fairen Zugang zu den Daten der Hersteller. Dies soll die EU mit einer sektorspezifischen Regulierung umsetzen, fordert eine Allianz aus Verbänden und Organisationen aus der Kfz-Branche.(Bild:  ProMotor)
Für Dienstleistungen und Arbeiten am Fahrzeug benötigen die Kfz-Betriebe einen fairen Zugang zu den Daten der Hersteller. Dies soll die EU mit einer sektorspezifischen Regulierung umsetzen, fordert eine Allianz aus Verbänden und Organisationen aus der Kfz-Branche.
(Bild: ProMotor)

Klarheit für Verbraucher in Europa durch eine besondere Regulierung beim Zugang zu Fahrzeugdaten noch vor der Europawahl: Dies fordert eine breite Allianz aus Organisationen und Verbänden der deutschen Mobilitätsbranche und des Verbraucherschutzes von der EU-Kommission.

In einem gemeinsamen Brief an die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weist die Allianz auf den dringenden Handlungsbedarf hin. Verbrauchern soll durch einen sektorspezifisch regulierten Zugang zu Daten und Funktionen von vernetzten Fahrzeugen eine größtmögliche Auswahl von datenbasierten Dienstleistungen geboten werden – das soll sie vor einem einseitig dominierten Markt schützen.

So ließe sich die Innovationskraft der gesamten europäischen Automobilwirtschaft und hier vor allem auch des mittelständischen Kfz-Gewerbes sowie der Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen gegenüber den Herstellern generell stärken. Das Bündnis vertritt insbesondere mittelständische Unternehmen – insgesamt somit rund 800.000 Beschäftigte in Deutschland.

In dem Brief, unterzeichnet von ZDK-Präsident Arne Joswig, ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze und GVA-Präsident Thomas Vollmar, mahnt die Allianz an, dass ohne sektorspezifische Regulierung kein fairer Wettbewerb bei Dienstleistungen rund um Kraftfahrzeuge bestehe. Zahlreiche Studien im Auftrag der EU-Kommission machten dies deutlich.

Wettbewerbsgleichheit zwischen Fahrzeugherstellern und anderen Dienstleistern rund um Mobilität sei das Ziel. Dazu müsse ein sektorspezifisch regulierter Zugang zu Daten, Ressourcen und Funktionen von vernetzten Fahrzeugen zeitnah etabliert werden. In dem Brief wird die EU-Kommissionspräsidentin darum gebeten, sich für eine schnelle Verabschiedung des Vorschlags zur sektorspezifischen Regulierung einzusetzen. So solle noch vor der anstehenden Europawahl Klarheit für Verbraucher in Europa geschafft werden.

Es drohen negative Konsequenzen für Verbraucher

Andernfalls würde eine erhebliche mehrjährige Verzögerung dazu führen, dass die europäische Mobilitätswirtschaft vor vollendete Tatsachen gestellt werde. Dies hätte vor allem negative Konsequenzen für eine bezahlbare und innovative Mobilität sowie einen fairen Wettbewerb in Europa und damit letztlich für alle Verbraucher, so die Allianz.

Zum Hintergrund: Ein Entwurf für eine sektorspezifische Regulierung zum Zugang zu Fahrzugdaten, Ressourcen und Funktionen befindet sich zurzeit in der Interservice Consultation (dienststellenübergreifende Konsultation) der EU-Kommission.

Die Allianz aus Organisationen und Verbänden der europäischen Mobilitätsbranche und des Verbraucherschutzes, bestehend aus ADAC, ASA, BRV, GDV, GVA, VIA, wdk, ZDK und ZKF, vertritt rund 21,4 Millionen im ADAC organisierte Verbraucherinnen und Verbraucher sowie insbesondere mittelständische Unternehmen in Deutschland.

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