Cadillac Formel-1-Teilnahme ab 2026 geht klar

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Weil sich mit General Motors ein finanzkräftiger Partner gefunden hat, gibt es bald ein elftes Team in der Formel 1 – unter dem Namen Cadillac. Im Vorfeld gab es erhebliches Hickhack darum.

Cadillac ist eine Traditionsmarke, doch außerhalb der USA eher unbekannt. Das soll sich mit einem Formel-1-Engagement nun ändern.(Bild:  Cadillac)
Cadillac ist eine Traditionsmarke, doch außerhalb der USA eher unbekannt. Das soll sich mit einem Formel-1-Engagement nun ändern.
(Bild: Cadillac)

Am Ende ging es schnell: Nachdem im Vorfeld in der Formel 1 großes Hickhack war wegen des Einstiegs eines elften Rennstalls, machten die Beteiligten am Ende nun den Weg frei für den Einstieg der General-Motors-Tochter Cadillac in die sogenannte Königsklasse des Motorsports. Es sei eine grundsätzliche Einigung mit dem Autobauer für einen Start in der Rennserie ab der übernächsten Saison erzielt worden, teilten die Macher der Formel 1 am Montagabend mit.

Ein bisschen ist es aber noch hin. Cadillac werde ab 2026 mit einem eigenen Rennstall dabei sein, zu einem späteren Zeitpunkt soll General Motors dann auch Motoren für die Motorsport-Königsklasse bauen, hieß es. Ein früherer Einstieg wäre unrealistisch gewesen. Die diesjährige Weltmeisterschaft endet am 8. Dezember (Max Verstappen hat sich seinen vierten Titel bereits gesichert), die Planungen für 2025 laufen bereits auf Hochtouren.

Cadillac ist dagegen noch dabei, sich sein Team zusammenzustellen. Als Vorstandsdirektor hat die Formel-1-Division der US-Edelmarke laut Medienberichten Mario Andretti gewonnen, Formel-1-Weltmeister von 1978. Sein Sohn Michael Andretti ist ebenfalls Rennfahrer und eigentlicher Treiber des Einstiegs in die Formel 1. Seine Initiative mit einem Rennstall unter dem Namen Andretti hatten die anderen Teilnehmer am Wettbewerb aber zu verhindern versucht, weil sie die Einnahmen nicht teilen wollten.

Der Weltverband FIA dagegen hatte sich bereits zu Jahresbeginn für den Einstieg des US-Projekts ausgesprochen. Doch erst als General Motors sein Interesse verstärkte und als neuer Mehrheitseigentümer hinter dem Projekt stand, gab die Formel-1-Führung nach weiteren Gesprächen grünes Licht. Für das erhoffte Wachstum auf dem US-Markt bringe das Engagement des Autobauers „zusätzlichen Wert und Interesse an unserem Sport“, sagte Greg Maffei, Chef des Formel-1-Besitzers Liberty Media.

Das neue US-Projekt hatte noch unter der Führung von Michael Andretti eine Rennfabrik im britischen Silverstone ausgebaut und erstes Personal angeheuert. Chief Operating Officer wird dem Onlineportal „Der Westen“ zufolge Rob White, der als technischer Direktor großen Anteil an den Weltmeistermotoren des Red-Bull-Teams hatte. Als Motorenlieferant kommen für den Start des Teams ab 2026 vor allem Ferrari und Honda infrage. Mittelfristig sollen die Motoren aber aus der General-Motors-Produktion kommen.

(ID:50250032)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung