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Fragen und Antworten zur Wallbox-Förderung

Autor / Redakteur: sp-x/gr / Andreas Grimm

Was genau wird gefördert? Wer kann Anträge stellen? Und wie viel Geld gibt es überhaupt? Die neue Wallbox-Förderung ist relativ unbürokratisch – Fragen wirft sie im Detail trotzdem auf. Antworten gibt es aber schon.

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Der Bund fördert den Aufbau einer Wallbox mit 900 Euro. Aber nicht jedes Modell ist auch förderfähig. Insgesamt müssen verschiedene Punkte beachtet werden.
Der Bund fördert den Aufbau einer Wallbox mit 900 Euro. Aber nicht jedes Modell ist auch förderfähig. Insgesamt müssen verschiedene Punkte beachtet werden.
(Bild: Webasto)

In den vergangenen Wochen ist Bewegung in die private Ladeinfrastruktur gekommen. Zunächst hatte die Bundesregierung mit dem Rechtsanspruch auf den Einbau einer Ladestation für Elektroautos den Grundstein für den Ausbau gelegt. Dann kam die staatliche Förderung des Einbaus von Wallboxen und jüngst die Liste förderfähiger Wallboxen.

Ziel ist der schnelle Aufbau weiterer Ladepunkte, um die E-Mobilität auch praktisch umsetzbar zu machen. In wenigen Tagen, am 24. November, startet die Förderung nun – die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was wird gefördert?

Geld gibt es für den Erwerb und die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses sowie der damit verbundenen notwendigen Nebenarbeiten an Stellplätzen von bestehenden Wohngebäuden. Keine Förderung bekommt man für öffentlich zugängliche Ladestationen, etwa in Büro-Tiefgaragen oder an Kundenparkplätzen von Geschäften.

Wer wird gefördert?

Die Förderung beantragen können sowohl private Eigentümer und Vermieter als auch Mieter – letztere benötigen aber die Zustimmung des Vermieters. Außerdem können Wohneigentümergemeinschaften Anträge stellen.

Welche Wallboxen werden gefördert?

Die Ladestation muss über eine Normalladeleistung von 11 Kilowatt verfügen und Strom aus erneuerbaren Quellen bereitstellen, zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaik-Anlage. Zudem muss sie intelligent steuerbar sein. Auf den Seiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau findet sich eine regelmäßig aktualisierte Positivliste. Sie wird also jederzeit ergänzt – etwa wenn sich Wallbox-Hersteller bei der KfW melden.

Auch die Modelle verschiedener Autobauer sind hier gelistet. Vorsicht bei den Geräten der Volkswagen-Konzernmarken: Gefördert werden nur die beiden höherwertigen Versionen Connect und Pro, nicht aber die Basisversionen.

Wie viel Geld gibt es?

Der Staat zahlt pro Ladepunkt einen Zuschuss von 900 Euro. Geld gibt es aber nur, wenn die Kosten tatsächlich mindestens 900 Euro betragen. Stehen auf der Rechnung 899 Euro, entfällt die Förderung. Entsprechendes gilt für mehrere Ladepunkte; kosten drei Anschlüsse beispielsweise nur 2.500 Euro, erhält der Antragsteller lediglich 1.800 Euro.

Wie komme ich an die Förderung?

Die Anträge müssen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau gestellt werden. Und zwar, bevor die Ladestation bestellt wird. Der Link auf der Webseite der Bank wird am 24. November freigeschaltet. Für die Antragstellung ist ein Identitätsnachweis nötig – entweder per Schufa-Check, Video-Identifizierung oder Postident-Verfahren. Danach kann die Wallbox gekauft und installiert werden. Ist alles fertig, muss als Nachweis die Rechnung online bei der KfW eingereicht werden.

Liste förderfähiger Wallboxen (nach Anbietern)

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