Frankfurter Car-Campus wächst
Wer künftig gut ausgebildete Fachkräfte haben will, muss heute handeln. Die Kfz-Innung Frankfurt am Main hat den Grundstein für die Erweiterung ihrer Bildungsstätte gelegt. Dafür greift die Innung tief in die Tasche.

Die Kfz-Innung Frankfurt-Main-Taunus baut ihre Bildungsstätte weiter aus. Das lässt sich die Innung etwas kosten: Insgesamt liegen die Baukosten bei 3,7 Millionen Euro. Zwölf Monate soll die Fertigstellung dauern, die Eröffnung ist für Sommer 2018 geplant.
Auf dem Gelände im Frankfurter Stadtteil Praunheim entstehen vier neue Werkstätten, die entsprechend modern ausgerüstet werden. Über den Werkstätten sind zwei Parkdecks geplant, die insgesamt für 88 Fahrzeuge Platz bieten. Damit will die Kfz-Innung der Parkplatznot vor Ort begegnen. Zudem entsteht auf dem Dach eine moderne Photovoltaik-Anlage, die nicht zuletzt den Strom für die vier E-Tankstellen liefern soll, die vor dem Gebäude gebaut werden.
„Unsere Werkstätten sind an die Kapazitätsgrenzen gekommen", nennt Obermeister Thomas Holler im Rahmen der Grundsteinlegung den Grund für den Neubau. Zudem wollen die Frankfurter weiter Top-Ausbildungsmöglichkeiten bieten: „Für eine moderne Ausbildung brauchen wir auch moderne und neue Werkstätten.“ Damit will die Innung für den weiter steigenden Ausbildungsbedarf in der Branche gewappnet sein.
Die Ausbildung hat in Frankfurt seit jeher einen hohen Stellenwert und ist über die Grenzen des Rhein-Main Gebietes anerkannt. Zur Meisterausbildung kommen die Kfz‘ler inzwischen aus dem gesamten Bundesgebiet. Zudem pflegt die Innung einen internationalen Austausch: Seit einigen Jahren werden israelische und palästinensische Schüler in Frankfurt aus- und fortgebildet.
Jede der vier neuen Werkstätten hat drei Hebebühnen und ausreichend Platz für theoretische Schulungen. Die Anzahl der Hebebühnen ist nicht zufällig gewählt: Im Schnitt hat jeder Kurs zehn Teilnehmer, sodass drei bis vier Azubis gemeinsam an einem Fahrzeug arbeiten können. Die Werkstätten sind so angelegt, dass die Ausbilder die Gruppen im Blick und die Azubis gemäß ihren Fähigkeiten an die Hebebühnen verteilen können – so soll jeder individuell gefordert und ausgebildet werden. Zurzeit arbeiten elf Ausbilder in den Werkstätten, weitere zwei bis drei Stellen sollen mit den neuen Werkstätten geschaffen werden.
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