Gebraucht- und Neuwagen Garantien dämpfen Verunsicherung und Rabattwünsche von Käufern

Von Krzysztof Bauch 2 min Lesedauer

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Gebrauchtwagen- und Neuwagenanschlussgarantien gelten im Automobilhandel gemeinhin als Instrument der Kundenbindung. Sie können laut einer Umfrage unter Händlern aber auch der Preissensibilität von Kaufinteressenten oder deren allgemeiner Verunsicherung entgegenwirken.

Anschluss- und Gebrauchtwagengarantien können Bedenken von Kunden beim Autokauf einer Studie zufolge entgegenwirken.(Bild:  ProMotor/T. Volz)
Anschluss- und Gebrauchtwagengarantien können Bedenken von Kunden beim Autokauf einer Studie zufolge entgegenwirken.
(Bild: ProMotor/T. Volz)

Händler sehen Fahrzeuggarantien laut einer Umfrage als nützliches Instrument gegen Bedenken von Verbrauchern beim Autokauf. Aus Sicht von mehr als zwei Dritteln der Automobilhändlerschaft (67 Prozent) tragen Garantieverlängerungen zum Abbau von Unsicherheiten bei potenziellen Autokäufern bei, wie aus einer Befragung des Marktforschungsunternehmens Puls im Auftrag der CG Car-Garantie Versicherungs-AG hervorgeht.

Auch verringern Garantien nach Einschätzung von mehr als der Hälfte der Händler (56 Prozent) die Unsicherheit beim Kauf von E-Autos. Mehr als ein Viertel (27 Prozent) verzeichnet außerdem niedrigere Rabatt-Erwartungen der Kunden, wenn Garantien bei der Kaufberatung im Spiel sind.

Preisauftrieb belastet Anschaffungspläne

Tatsächlich beobachten derzeit viele Händler eine Verunsicherung bei Kaufinteressenten: Sorgen wie steigende Preise, kriselnde Wirtschaft oder internationale Konflikte wirken sich aus Sicht von zwei Dritteln der befragten Entscheider (65 Prozent) auf Anschaffungspläne der Kunden aus. Auch sinkt aufgrund dieser Rahmenbedingungen nach Einschätzung der Händler an vielen Stellen die Kundenbindung. 60 Prozent der Betriebe registrieren – bedingt durch die Preisentwicklung – eine reduzierte Kundentreue im Werkstattbereich.

Und die Preise stiegen der Umfrage zufolge in den vergangenen Jahren auf breiter Front: Bei 86 Prozent der befragten Autohausbetriebe erhöhten sich die Werkstattkosten für Kunden in den vergangenen beiden Jahren. Im Durchschnitt stiegen die Kosten für Service- und Reparaturleistungen um 19 Prozent. Die Stundenverrechnungssätze kletterten bei 84 Prozent der Betriebe um durchschnittlich 16 Prozent. Hintergrund sind die Inflation sowie steigende Lohnkosten. Ähnlich verzeichneten bei Ersatzteilen 86 Prozent der befragten Betriebe einen Preisanstieg von im Schnitt 16 Prozent.

Preisanstieg hält weiter an

Der Preisauftrieb wird sich nach Einschätzung der Kfz-Branche fortsetzen: 70 Prozent der befragten Betriebe rechnen in den nächsten zwei Jahren mit weiteren Erhöhungen. Der Anstieg bei Werkstattleistungen könnte demnach bei 11 Prozent liegen.

Dr. Marcus Söldner, Geschäftsführer der CG Car-Garantie Versicherungs-AG, betonte angesichts der Umfrageergebnisse die Bedeutung von Garantien als „probates Mittel“, um den Vertrieb im Automobilhandel zu unterstützen: „Sie erleichtern den Fahrzeugverkauf, binden den Käufer stärker an das Autohaus und die Werkstatt und schützen den Kunden vor Folgekosten.“

Für die Untersuchung befragte Puls rund 300 Händler. Der Befragungszeitpunkt war das Jahresende 2024.

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