Besitzumschreibungen Gebrauchtwagen bleiben gefragte Ware

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Zahl der Pkw-Umschreibungen steigt, das Interesse wächst, allein es fehlt die Ware. Der Gebrauchtwagenmarkt startet dynamisch ins neue Jahr, doch nicht alle Erwartungen werden erfüllt.

Der Gebrauchtwagenmarkt startete mit einem starken Plus ins Jahr 2025. Gleichzeitig fehlt es im Markt an Ware.(Bild:  Grimm – »kfz-betrieb«)
Der Gebrauchtwagenmarkt startete mit einem starken Plus ins Jahr 2025. Gleichzeitig fehlt es im Markt an Ware.
(Bild: Grimm – »kfz-betrieb«)

Während das Neuwagengeschäft in der Krise verharrt (–2,8 % im Januar), weichen die Käufer weiter vermehrt auf Fahrzeuge aus zweiter Hand aus. Wie aus den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht, kletterte die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im ersten Monat des Jahres um 6,9 Prozent. 563.539 Pkw fanden einen neuen Halter.

Die Zahlen am Gebrauchtwagenmarkt normalisieren sich damit weiter. Allerdings werden noch immer nicht so viele Gebrauchtwagen umgeschlagen wie im letzten Vor-Corona-Monat, dem Januar 2020. Damals hatten 633.000 Pkw den Halter gewechselt.

Dass nicht mehr Fahrzeuge umgeschrieben werden, liegt wohl schlicht am noch immer nicht ausreichenden Angebot. Die Onlineplattform Autoscout 24 registriert schon länger einen Nachfrage-Überhang auf der Webseite. Das Angebot der Händler sei im Laufe des Jahres 2024 um 2 Prozent gestiegen, die Nachfrage seitens der Suchenden jedoch um 12 Prozent. Ob diese Entwicklung noch immer der fehlenden Produktion in den Corona-Jahren oder einem wachsenden Interesse an bezahlbaren Pkw geschuldet ist, bleibt dahingestellt.

Trotz des Nachfrageüberhangs hat sich das Preisniveau der Gebrauchtwagen zum Jahresstart kaum verändert. Wie Autoscout 24 mitteilte, hätten die Angebotspreise zum Jahresstart nur leicht gegenüber dem Vorjahresmonat angezogen (+0,3 %). Auf zwölf Monate gerechnet, sind die Preise weiterhin leicht rückläufig (–1,2 % verglichen mit Januar 2024). Die Durchschnittspreise für die verschiedenen Antriebsarten entwickeln sich dabei uneinheitlich. Dieselfahrzeuge wurden im Schnitt um 0,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat teurer. Benziner bewegen sich preislich kaum, Elektrofahrzeuge verbilligten sich jedoch um 1,1 Prozent.

Kauflust wächst, das Angebot nicht

Diese Gesamtentwicklung mag dazu beitragen, dass die Verbraucher mit gesteigerter Kauflaune ins neue Gebrauchtwagenjahr gestartet sind, wie Stefan Schneck, Vertriebschef von Autoscout Deutschland, feststellte. Das Fahrzeugangebot sei jedoch leicht rückläufig, vor allem bei älteren, günstigeren Fahrzeugen. Dadurch verstärkt sich der Einfluss jüngerer, teurerer Fahrzeuge auf den Durchschnittspreis, was das Preisniveau im Januar in Summe weitestgehend stabil gehalten habe.

Noch scheint die Kauflaune aber nicht zu schnellen Abschlüssen zu führen. Zumindest legten die Standtage gemäß den Zahlen der Konkurrenzbörse Mobile.de im Vergleich zum Dezember kräftig zu – nämlich um knapp 7 Prozent auf 102,5 Tage. „Nach den Feiertagen und der Urlaubssaison sind viele Verbraucher finanziell zurückhaltender“, erklärt Mobile-Verkaufschef Florian Baur die Entwicklung. Dazu passt, dass alle Fahrzeugsegmente längere Standzeiten aufwiesen.

Auch in den anderen Fahrzeugklasse ist ein großes Interesse an gebrauchten Fahrzeugen vorhanden. Bei den Lkw legte die Zahl der Halterwechsel um 10,8 Prozent auf 40.800 Fälle zu. Die Wiederzulassungen von Zugmaschinen stiegen sogar um 14,8 Prozent. Und im Bus-Segment ging es um 9,4 Prozent nach oben auf jetzt immerhin 631 Fälle. Trotz winterlicher Temperaturen verbuchten auch die Krafträder ein Plus der Halterwechsel von 12,6 Prozent.

(ID:50309403)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung