Gebrauchtwagen Im April gut ein Viertel mehr Pkw-Umschreibungen

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Gebrauchtwagenmarkt hat wieder Ware, im April wechselten viele Fahrzeuge – und nicht nur Pkw – den Halter. Allerdings ist die Lage nicht in allen Altersklassen gut.

Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt hat im April stark zugelegt. (Bild:  Achter – VCG)
Der deutsche Gebrauchtwagenmarkt hat im April stark zugelegt.
(Bild: Achter – VCG)

Gebrauchte Pkw waren im April ein gefragtes Gut – und viele Interessenten sind fündig geworden. Das zumindest lässt ein Blick in die Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamts vermuten. Demnach haben im April 581.359 Pkw in Deutschland einen neuen Halter gefunden. Das Resultat sind 27,5 Prozent mehr Pkw-Umschreibungen als im Vorjahresmonat. Allerdings war das Vergleichsjahr 2023 noch deutlich geprägt von den zuvor sehr geringen Neuzulassungen, in deren Folge dann auch weniger Gebrauchtwagen in den Markt kamen.

Dank des starken April-Ergebnisses ist der Gebrauchtwagenmarkt im laufenden Jahr nun inzwischen um 12,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gewachsen. Seit Jahresstart wurden 2,2 Millionen Pkw umgeschrieben. Abgesehen von einem minimalen Rückgang im März legte der Markt in allen anderen Monaten deutlich bis stark zu. Der Gebrauchtwagenmarkt zeige sich in Frühlingslaune, heißt es dazu vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe.

Die gute Laune ist dabei nicht auf das Pkw-Segment beschränkt: Die Zahl der Lkw-Umschreibungen ging ähnlich stark nach oben (+26,4 %). Und auch bei den Zugmaschinen (+17,2 %) und im Kraftrad-Bereich (+27,2 %) ist eine hohe Nachfrage zu spüren. Nur im Omnibus-Segment ging die Zahl der Umschreibungen im April wieder zurück (-6,2 %), nachdem sie in den Monaten zuvor gut gewesen war.

Trotz der steigenden Zahl an Umschreibungen und damit einer entsprechenden Nachfrage sinkt der durchschnittliche Angebotspreis der Gebrauchtwagen weiter. Wie die Plattform Autoscout 24 mitteilt, kostete ein Gebrauchter zuletzt durchschnittlich 26.753 Euro – und damit 1 Prozent weniger als noch im März 2024. Auch Mobile.de berichtet von weiter rückläufigen Angebotspreisen.

Wie Autoscout 24 jüngst dargelegt hatte, ist dieser Umstand mit dem massiven Fehlen junger, und damit teurerer Gebrauchtwagen zu begründen. Auch der starke Preisverfall von E-Fahrzeugen spielt in diesen Effekt hinein. Gegen den Trend verteuern sich aktuell auch die jüngeren Gebrauchtwagen. Händler verlangten hier im April Zuschläge von durchschnittlich 0,5 Prozent, berichtet Autoscout 24. „Das Angebot leidet gerade in diesem Segment immer noch unter den Nachwirkungen der Corona-Pandemie“, erläutert Stefan Schneck, Vertriebschef Deutschland.

Positiv wirkt sich die steigende Zahl an Pkw-Umschreibungen auf die Standtage aus. Sie sinken – wenn auch nur leicht. Laut Mobile.de waren es 0,2 Prozent. Damit sei im April ein Gebrauchtwagen im Schnitt 96,9 Tage von den Händlern inseriert worden. Insgesamt sind die Standtage dennoch auf einem höheren Niveau als noch im April 2023 (plus 9,5 Prozent, durchschnittlich 88,5 Standtage).

(ID:50025751)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung