Besitzumschreibungen Der Markt dreht im Juli nochmals auf

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Trotz hoher Preise nimmt das Gebrauchtwagengeschäft weiter Fahrt auf. Im Juli kletterte die Zahl der Pkw-Umschreibungen zweistellig. Doch der Verkauf der Autos ist kein Selbstläufer mehr.

Der Gebrauchtwagenmarkt legt mit 511.416 Besitzumschreibungen im Juli zwar deutlich zu. Langfristig ist er aber noch mit gezogener Handbremse unterwegs.(Bild:  Achter – »kfz-betrieb«)
Der Gebrauchtwagenmarkt legt mit 511.416 Besitzumschreibungen im Juli zwar deutlich zu. Langfristig ist er aber noch mit gezogener Handbremse unterwegs.
(Bild: Achter – »kfz-betrieb«)

Der Gebrauchtwagenmarkt hat im Juli nochmals kräftig zugelegt. Wie aus den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, wechselten im vergangenen Monat 511.419 Pkw den Halter. Das waren 11,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Zeichen stehen damit weiterhin auf eine Normalisierung des Marktes, nachdem die Zahl der Halterwechsel angesichts fehlender verfügbarer Fahrzeuge im vergangenen Jahr stark rückläufig war. Bereits im Juni waren die Pkw-Besitzumschreibungen zweistellig gewachsen (+13,1 %).

Nach sieben Monaten haben damit knapp 3,52 Millionen Autos einen neuen Besitzer. Das sind 5,5 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Trotzdem bleibt der Markt deutlich hinter früheren Werten zurück. Im Jahr 2019 hatte das KBA zum gleichen Zeitpunkt noch rund 750.000 Halterwechsel mehr registriert (4,27 Mio. Einheiten). Das relativ niedrige Niveau ist mit Sicherheit noch immer eine Folge des schwachen Neuwagenabsatzes der Jahre 2020 bis 2022 – es fehlen einfach attraktive jüngere Gebrauchtwagen.

Trotzdem entwickeln sich die Preise am Gebrauchtwagenmarkt weiter rückläufig. Laut dem Gebrauchtwagen-Preisindex der Onlinebörse Autoscout 24 kostete ein Gebrauchter im Juli durchschnittlich 28.153 Euro – das sind 1,2 Prozent weniger als noch im Juni 2023. Für die Käufer ergibt sich allerdings kaum Entlastung: Im Vergleich zum Sommer 2021 ist das Preisniveau dennoch um gut 5.000 Euro gestiegen. Dass ein Gebrauchter derzeit kein Schnäppchen ist, zeigt sich auch an den Standtagen. Laut Mobile.de steht ein Fahrzeug inzwischen im Schnitt 92 Tage im (Online-)Schaufenster, bis es einen Käufer findet.

Jenseits der Pkw weisen die Umschreibungszahlen auch in anderen Fahrzeugklassen nach oben. Für Lkw meldet das KBA einen Anstieg der Halterwechsel um 4,9 Prozent auf gut 31.100 Einheiten. Im Gesamtjahr ergeben sich damit 231.000 Verkäufe (+3,4 %).

Tatsächlich sind die Besitzumschreibungen im Juli durch die Bank positiv – selbst in den Fahrzeugklassen, die im bisherigen Jahresverlauf rückläufige Zahlen liefern. So legten die Halterwechsel bei Zugmaschinen im Juli um 1,6 Prozent zu (10.800 Einheiten). Bei den Bussen ging es um 4,6 Prozent aufwärts – wenn auch nur auf 386 Einheiten – und gebrauchte Krafträder holten sich 53.000 Käufer (+0,5 %).

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