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Gefahren: Borgward BX7 TS

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Grimm

Borgward hat das erste Modell für den deutschen Markt vorgestellt. Für 44.200 Euro können Kunden den BX7 TS bestellen. »kfz-betrieb« war unter den ersten Redaktionen, die das SUV unter die Lupe nehmen konnten.

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Borgward hat den BX7 der Presse vorgestellt. Das SUV ist hochwertig ausgestattet, doch ein paar Lücken in der Ausstattungsliste gibt es noch.
Borgward hat den BX7 der Presse vorgestellt. Das SUV ist hochwertig ausgestattet, doch ein paar Lücken in der Ausstattungsliste gibt es noch.
(Bild: Wehner / »kfz-betrieb«)

Seit Montag gibt es den Borgward BX7 TS Limited Edition in Deutschland zu kaufen. Das Modell kostet 44.200 Euro und ist nur in Vollausstattung erhältlich, Optionen enthält die Preisliste keine. An Bord sind beispielsweise einige Assistenzsysteme: ein Totwinkelwarner, ein Müdigkeitswarner, ein Tempomat, der jedoch nicht automatisch den Abstand hält. Ein Notbremsassistent fehlt aktuell auch noch, soll aber im nächsten Modelljahr verfügbar sein.

Der BX7 TS Limited Edition kommt mit einem 165 kW/224 PS starken Zwei-Liter-Turbobenziner, der mit einem sechsstufigen Automatikgetriebe gekoppelt ist und alle vier Räder antreibt. Das Modell erfüllt die Abgasnorm Euro 6b und kommt laut Datenblatt bei einem kombinierten Verbrauch von 8,9 Litern Benzin auf 100 Kilometer auf einen CO2-Ausstoß von 212 Gramm pro Kilometer. Bei unserer Testfahrt im – natürlich – recht dichten Verkehr auf den Straßen um Stuttgart kamen wir auf rund 12 Liter – allerdings mit einem nicht sehr zurückhaltenden Gasfuß.

Borgward BX7 TS: Rückkehr als solider SUV
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Insgesamt ist der BX7 eher behäbig motorisiert und braucht eine Weile, bis er auf Touren kommt. Dann wird er auch gerne ein bisschen laut. Das Fahrwerk ist verhältnismäßig weich und komfortabel abgestimmt. Aber als SUV ist der BX7 auch nicht als Kurvenräuber gedacht. Das spürt man nicht zuletzt an der Lenkung, der etwas mehr Direktheit durchaus gut getan hätte. Alles in allem fährt sich der Borgward allerdings recht solide.

Der Innenraum ist optisch auf der Höhe der Zeit und kommt mit Leder und Kunststoffen in Karbon- und Klavierlack-Optik hochwertig daher. An der einen oder anderen Stelle passen Teile aus unterschiedlichem Material allerdings nicht so ganz exakt zusammen, die eine oder andere Klappe ist etwas wackelig. Zur Serienausstattung gehört ein Panorama-Glasdach mit Hub- und Schiebefunktion.

Digital und konnektiv

Beeindruckend im Borgward ist das komplett digitale Kombiinstrument, auch wenn die Anzeigen etwas gewöhnungsbedürftig sind. Auffällig ist zudem das 12,3 Zoll große Touchscreen-Display in der Mittelkonsole, mit dem Navi und Infotainment bedient werden. Das geht übrigens auch über einen Dreh-Drück-Schalter , der hinter dem Gangwahlhebel positioniert ist. Das Display dient zudem als Monitor für die 360-Grad-Kamera, die das Einparken und Rangieren erleichtert. Für Unterhaltung sorgen ein Radio inklusive DAB+ mit Bluetooth-Anbindung, zwei USB-Buchsen sowie ein AUX-Eingang. Android Auto und Apple Carplay sind an Bord. Darüber hinaus gibt es die sogenannte 4G-Communication-Box mit W-Lan-Hotspot, Internetradio und weiteren Onlinediensten.

Über eine Smartphone App können Borgward-Fahrer diverse Daten zum Fahrzeug abfragen. Zusätzlich bietet die App die Möglichkeit, die Fensterheber und das Schließsystem zu kontrollieren.

Der TS ist die am besten ausgestattete Version des Borgward BX7 mit Sportanleihen. Sie ist äußerlich am speziellen Rhombus-Kühlergrill erkennbar, kommt mit spezifischer Front- und Heckschürze zum Kunden und besitzt eigens designte 18-Zoll-Leichmetallräder. Innen gehören beheizbare, mehrfach verstellbare Leder-Sportsitze mit spezieller Rhomben-Steppung zum TS-Paket. Zudem gibt es eine speziell gestaltete Mittelkonsole sowie das digitale Kombiinstrument. Die Limited Edition des BX7 TS ist nur mit einer speziellen, mattgrauen Lackierung erhältlich.

Benziner und E-Motor statt Diesel

Der Standard-BX7 soll in Deutschland ebenfalls auf den Markt kommen, allerdings will man zunächst die Reaktionen der Interessenten abwarten. Zunächst will Borgward ab September den regulären TS anbieten, der in drei Außenfarben und zwei unterschiedlichen Farbkombinationen innen erhältlich ist. Dank Ottopartikelfilter erfüllt das Modell dann bereits die Abgasnorm Euro 6d Temp. Das gilt auch für die folgenden Modelle: den kleineren BX5, der im Herbst starten soll, und den coupéhaften BX6, der für Anfang 2019 geplant ist.

Im zweiten Halbjahr 2019 will Borgward den elektrischen BXi7 auf den Markt bringen. Über kurz oder lang will der Autobauer in Europa vor allem mit Elektroautos punkten. Den Verbrenner sehen die Verantwortlichen für den hiesigen Markt eher als Übergangstechnologie – und setzen dabei rein auf Benziner, einen Diesel wird es nicht geben.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«