Gefahren: Hyundai Kona Hybrid
Hyundai baut die Palette der alternativ angetriebenen Fahrzeuge aus. Ab Ende September bringen die Koreaner den Kona auch als Hybrid. Und der hat auch unabhängig vom Antrieb interessante Neuerungen zu bieten.
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Als Verbrenner gibt es den Hyundai Kona bereits seit Herbst 2017, im vergangenen Sommer legten die Koreaner eine reine Elektroversion nach. Ende September kommt mit dem Kona Hybrid die dritte Antriebsvariante in Deutschland auf den Markt.
In diesem Jahr will der Importeur noch 1.600 Kona Hybrid an Kunden ausliefern. Das dürften nach Einschätzung von Produktmanager Oliver Gutt am Ende 8 Prozent der insgesamt rund 20.000 erwarteten Kona-Verkäufe ausmachen. Mit 76 Prozent entfällt der überwiegende Teil des Kona-Absatzes in diesem Jahr auf den Verbrenner. Somit bleiben 16 Prozent – also etwa 3.200 Fahrzeuge – für den Kona Elektro.
Von dem könnte Hyundai mehr verkaufen, wenn denn mehr Fahrzeuge verfügbar wären. Aktuell beträgt die Lieferzeit für den Elektro-Kona über zwölf Monate. Das soll im kommenden Jahr anders werden. „Wir werden hier Abhilfe schaffen. Gehen Sie davon aus, dass die Lieferzeiten für den Kona Elektro sich auf absehbare Zeit deutlich verkürzen werden“, kündigte Jürgen Keller, Geschäftsführer von Hyundai Motor Deutschland, kürzlich im Gespräch mit »kfz-betrieb« an.
Dementsprechend rechnet der Importeur beim Absatz für 2020 mit einem deutlich höheren Anteil des batterieelektrischen Modells. Er soll im kommenden Jahr 20 Prozent der Kona-Verkäufe ausmachen. Auch der Hybrid soll in seinem ersten vollen Jahr auf einen Anteil von 20 Prozent kommen. Somit dürften sich dann noch 60 Prozent der Kunden für einen reinen Verbrenner entscheiden.
Wie schon beim Ioniq Hybrid ist auch im Kona Hybrid ein 77 kW/105 PS starker Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer mit einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor kombiniert. Die Systemleistung beträgt 104 kW/141 PS.
Reibungsloses Zusammenspiel der Antriebe
Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechs-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, das Hyundai speziell für seine Hybridmodelle entwickelt hat. Es erfüllt seine Aufgaben unaufgeregt und unauffällig. Wer möchte, kann die Gangwahl per Schaltwippen am Lenkrad selbst übernehmen.
Sehr gut funktioniert das Zusammenspiel von Elektromotor und Verbrenner. Wenn nicht im Kombiinstrument das EV-Symbol aufleuchten würde, wenn nur der E-Motor in Betrieb ist, würde man nicht merken, wann der Verbrenner sich zu- oder abschaltet.
Hyundai-Geschäftsführer Keller erwartet steigende Händlerrendite
Alles in allem klingt das recht gemütlich. Ist es auch. Dass Hyundai neben dem Eco-Modus einen zweiten Fahrmodus anbietet, der „Sport“ heißt, passt nur bedingt. Aber „Normal“ wäre schließlich langweilig. Insgesamt kommt man mit dem Kona ordentlich voran. Wer gern etwas sportlicher unterwegs ist, sollte dann allerdings eher über den 130 kW/177 PS starken, großen Benziner nachdenken.
Die Qualitäten des Hybrid sind andere. Zum Beispiel seine Sparsamkeit: Er begnügt sich mit 4,3 Litern Super nach WLTP und liegt damit auf dem Niveau des 85 kW/116 PS starken Diesels. Der sparsamste Benziner ohne Elektro-Unterstützung genehmigt sich dagegen mit 5,7 Litern deutlich mehr.
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