Gefahren: Hyundai Kona – SUV Nummer vier

Autor: Andreas Wehner

Am 4. November startet mit dem Kona Hyundais erstes B-SUV. 177 PS und Allrad sind in dieser Klasse nicht selbstverständlich. Und da geht noch mehr: Ende 2018 kommt eine Version mit rund 200 PS - und die stammen aus einem Elektromotor.

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Der Hyundai Kona soll sich 2018 in Deutschland rund 13.000 Mal verkaufen.
Der Hyundai Kona soll sich 2018 in Deutschland rund 13.000 Mal verkaufen.
(Bild: Wehner / kfz-betrieb)

Mit Santa Fe und Tucson gehörte Hyundai in Europa zu den SUV-Vorreitern. Im aktuell besonders stark boomenden B-SUV-Segment waren die Koreaner bislang nicht vertreten. Das ändert sich jetzt. Ab 4. November steht der neue Kona in den Schauräumen der Händler.

Er ist das vierte SUV der Koreaner. Schon jetzt entfällt ein Viertel aller Hyundai-Neuzulassungen in Deutschland auf eines der SUV-Modelle Tucson, Santa Fe und Grand Santa Fe. Mit dem Kona dürfte dieser Anteil noch einmal deutlich steigen. Mit 13.000 Verkäufen rechnet Hyundai-Deutschland-Geschäftsführer Markus Schrick im kommenden Jahr.

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Dabei soll der Kona in erster Linie neue Kunden zu Hyundai holen. „Wir erwarten eine Eroberungsrate von 80 Prozent“, sagte Schrick bei der Vorstellung des neuen SUVs am Montag in Barcelona. Als Zielgruppe hat Hyundai „dynamische, charakterstarke Menschen mit Affinität zu Lifestyle und Technik“ ausgemacht. Das bedeutet auch: Im Vergleich zu den bisherigen Hyundai-Kunden soll die Kona-Käuferschicht nach dem Willen der Verantwortlichen jünger sein. Das Durchschnittsalter der Kunden beträgt bei den Koreanern aktuell 52 Jahre. „Wir möchten ältere Kunden nicht loswerden, sondern mit dem Kona jüngere Käufer hinzugewinnen“, sagte Schrick.

Dabei setzt der Autobauer auf Individualismus. Das merkt man auch der Optik an. Vor allem die Front mit ihren schlitzförmigen Scheinwerfern ist recht eigenwillig. Erstmals bei Hyundai gibt es eine Zweifarblackierung: Das Dach kann wahlweise in schwarz oder dunkelgrau bestellt werden, die zehn erhältlichen Außenfarben sind überwiegend in bunten, knalligen Tönen gehalten. Auch im Innenraum gibt es - je nach Ausstattung - farbige Dekorelemente.

Der Kona ist 4,17 Meter lang, 1,80 Meter breit und 1,55 Meter hoch. Er verfügt über einen Radstand von 2,60 Meter. Der Platz im Innenraum geht in Ordnung. Während es vorne durchaus luftig zugeht, wird es auf der Rückbank für die Beine etwas enger. Und für Leute unter 1,85 Meter ist auch hinten die Kopffreiheit in Ordnung. In den Kofferraum des Kona passen 361 Liter, bei komplett umgelegter Rückbank erweitert sich der Platz für das Gepäck auf 1.143 Liter.

Zum Markstart nur Benziner

Motorseitig gibt es zum Marktstart nur Benziner. Den Einstieg markiert ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbo mit 88 kW/120 PS, der mit Frontantrieb und einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert ist. Damit ist der Kona schon ganz ordentlich motorisiert. Wer nicht schaltfaul ist, kann mit dieser Variante recht flott voran kommen. Den typisch knurrigen Dreizylinder-Sound sollte man allerdings mögen, das kleine Aggregat verheimlicht seine Bauart nicht. Da ein Großteil der künftigen Kona-Fahrer auf Allrad durchaus verzichten kann, wird der Dreizylinder mit Schaltgetriebe und Frontantrieb die bevorzugte Motorisierung sein. Hyundai rechnet damit, dass sich 70 Prozent der Käufer für den kleineren Motor entscheiden. Den Allradantrieb und das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe gibt es für das Aggregat auch nicht gegen Aufpreis.

Beides ist nur zusammen mit dem 1,6-Liter großen Vierzylinder-Turbo erhältlich, der ein ganzes Stück kräftiger ans Werk geht. Er leistet 130 kW/177 PS, ist aber auch schwerer als die Basisvariante. Insgesamt bietet der große Motor aber deutlich mehr Fahrspaß und vor allem die größeren Sprintreserven, wenn es beispielsweise ums Überholen auf der Autobahn geht. Allerdings braucht das Getriebe in der einen oder anderen Fahrsituation gefühlt einen Moment, bis es sich für den richtigen Gang entschieden hat.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«