Gewichtsüberschreitung Geldbuße in Millionenhöhe für Knaus Tabbert

Von Andreas Grimm 1 min Lesedauer

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Nach mehrjährigen Ermittlungen scheint festzustehen, dass Fahrzeuge von Knaus Tabbert das zulässige Gesamtgewicht überschritten hatten. Die fällige Geldbuße hat das Unternehmen akzeptiert.

Der Freizeitmobil-Hersteller Knaus Tabbert muss wegen lange zurückliegender Probleme mit dem Gewicht von Fahrzeugen eine Millionenstrafe zahlen.(Bild:  Knaus Tabbert)
Der Freizeitmobil-Hersteller Knaus Tabbert muss wegen lange zurückliegender Probleme mit dem Gewicht von Fahrzeugen eine Millionenstrafe zahlen.
(Bild: Knaus Tabbert)

Der Freizeitmobil-Hersteller Knaus Tabbert kommt nur langsam zur Ruhe. Nach Bestechungsvorwürfen und mehreren Wechseln in der Unternehmensführung in den Jahren 2024 und 2025 sah sich das Unternehmen parallel dazu mit Ermittlungen wegen fehlerhafter Gewichtsangaben von Campingfahrzeugen konfrontiert. Diese liefen bereits seit dem Dezember 2018.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte schließlich eine Geldbuße in Höhe von 6,42 Millionen Euro verhängt, die die Knaus Tabbert AG zum Jahresende 2025 nach eigenen Angaben akzeptiert und keine Rechtsmittel eingelegt hat. Die Geldbuße ist somit rechtskräftig. Im Zusammenhang mit diesen Ermittlungen hat die Gesellschaft eine Rückstellung gebildet und erwartet vor dem Hintergrund des nun festgesetzten Bußgelds keine wesentlichen zusätzlichen Auswirkungen auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Geschäftsjahr 2025.

Das Unternehmen habe umfassend mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart kooperiert und die Ergebnisse der eigenen Untersuchungen fortlaufend mit ihr geteilt, heißt es in einer Mitteilung. „Dies wurde von der Staatsanwaltschaft bei der Bemessung der Geldbuße zugunsten der Gesellschaft berücksichtigt.“ Die Knaus Tabbert AG plant die Zahlung der Geldbuße im ersten Quartal 2026.

Den Ermittlungen lag eine Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts bei Fahrzeugen der Gewichtsklasse bis 3,5 Tonnen zugrunde. Bereits im Dezember 2018 hatte Knaus Tabbert mitgeteilt, dass diesbezüglich ermittelt werde. Wie es zu den Gewichtsproblemen kommen konnte, teilten weder die Behörden noch der Hersteller mit.

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