China-Marke Glinicke-Gruppe komplettiert deutsches BYD-Händlernetz

Von Andreas Wehner 2 min Lesedauer

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Die Glinicke-Gruppe besetzt für BYD das noch offene Vertriebsgebiet in der Mitte Deutschlands. Es ist nicht die erste chinesische Marke im Portfolio des Autohandelsriesen.

(Bild:  Wehner - VCG)
(Bild: Wehner - VCG)

Die Glinicke-Gruppe ist der achte deutsche BYD-Händler. Wie das Unternehmen mitteilte, vertreibt Glinicke die chinesische Elektroautomarke künftig zunächst in Kassel und Minden. Weitere Standorte seien in Planung. BYD ist dabei bereits die zweite chinesische Marke für die Handelsgruppe. Seit 2022 verkauft das Unternehmen an inzwischen drei Standorten auch die Fahrzeuge der SAIC-Tochter MG.

BYD ist seit dem Jahreswechsel auf dem Markt und hat Deutschland in acht Marktgebiete aufgeteilt, die jeweils von einer großen Handelsgruppe bearbeitet werden. Bisher kooperieren die Chinesen mit sechs Unternehmen: Reisacher, Riess, Senger, Sternauto, Sternpartner und der Torpedo-Gruppe. Für ein Gebiet ist außerdem die schwedische Hedin-Gruppe selbst verantwortlich, die auch als Importeur fungiert. In der Mitte Deutschlands klaffte bislang noch eine Lücke, die jetzt Glinicke besetzt.

Zur Glinicke-Gruppe gehören 27 Autohäuser an 15 Standorten in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Das Unternehmen vertreibt und repariert neben BYD und MG die Marken Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra, Porsche, Jaguar, Land Rover, Jeep, Alfa Romeo, Peugeot, Hyundai, Citroën und Fiat Professional. Glinicke gehört mit knapp 24.000 verkauften Neu- und Gebrauchtfahrzeugen zu den 20 größten Autohändlern in Deutschland. Die Gruppe beschäftigt 1.600 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als 800 Millionen Euro.

200 Standorte europaweit bis Jahresende

BYD ist inzwischen auf den meisten relevanten europäischen Märkten aktiv. Laut Europa-Vertriebschef Pere Brugal gibt es aktuell insgesamt 100 Vertriebsstandorte. Ende dieses Jahres sollen es 200 sein, 2024 dann 500.

Die sechs deutschen Partner haben allesamt die ersten Schauräume eröffnet, allerdings größtenteils provisorisch. An einigen Standorten wird noch gebaut. CI-konforme Möbel und Signalisationselemente werden wohl erst im Herbst zur Verfügung stehen. Mittelfristig soll es deutschlandweit 100 BYD-Standorte geben.

Bislang verkaufen die Chinesen in Europa drei Modelle: das Kompakt-SUV Atto 3, den deutlich größeren Tang sowie die Limousine Han. Zwei weitere Fahrzeuge sollen noch 2023 dazu kommen. Während die Limousine Seal vor allem Teslas Model 3 als Konkurrenten ins Visier nimmt, startet der Dolphin im Kompaktsegment.

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