Personalisierte Onlinewerbung Google kündigt Ende des Nutzer-Trackings an

Autor Martin Achter

Die Krümelparty ist vorbei: Website-Betreiber wie Kfz-Betriebe konnten bisher das Verhalten von Nutzern über Cookies detailliert nachvollziehen. Doch Google hat jetzt eine Ankündigung gemacht, die personalisiertes Onlinemarketing radikal ändern wird.

Google unterstützt künftig keine Tracking-Cookies mehr. Das hat auch Auswirkungen auf das Onlinemarketing von Autohäusern und Werkstätten.
Google unterstützt künftig keine Tracking-Cookies mehr. Das hat auch Auswirkungen auf das Onlinemarketing von Autohäusern und Werkstätten.
(Bild: @Federica Fortunat - stock.adobe.com)

Werbungtreibende wie Autohäuser und Werkstätten konnten die längste Zeit das Verhalten von Onlinenutzern mittels sogenannter Cookies nachverfolgen. Die gewonnenen Daten sind bislang zentrale Grundlage für zielgenaue Werbung im Internet. Die Technologie galt als der Goldstandard für personalisiertes Onlinemarketing. Doch Google hat kürzlich eine Ankündigung gemacht, der schon bald der Anfang vom Ende für das Nutzer-Tracking folgt. Darauf müssen sich auch die Onlinemarketing-Verantwortlichen in Kfz-Betrieben einstellen.

Was ändert Google?

Google will künftig in seinem Internetbrowser Chrome keine Tracking-Cookies von Werbungtreibenden mehr unterstützen. Diese Programmschnipsel dienen dazu, das Verhalten von Onlinenutzern nachzuverfolgen – und zwar über eine Vielzahl verschiedener Internetseiten hinweg. Das macht diese Technologie für Werbungtreibende interessant. Der US-Konzern kündigte den Schritt zwar schon Anfang 2020 an. Im März ergänzte Google diese Ankündigung aber um eine zweite: Das Unternehmen will anstelle der Tracking-Cookies künftig auch keine alternativen Identifizierungsmöglichkeiten mehr unterstützen, die es erlauben, das Nutzungsverhalten von einzelnen im Web nachzuvollziehen, um daraus Profile zu entwickeln. Jetzt im April will Google den Chrome-Browser erstmals in einer Version veröffentlichen, die die Tracking-Blockade ermöglicht.