Große Handelsgruppen gewinnen weiter an Bedeutung
Die großen Autohandelsgruppen legen beim Marktanteil zu. Fast 300.000 Neuwagen verkauften allein die 20 größten deutschen Händler. Sie sind laut einer Studie die Gewinner des Konsolidierungsprozesses in der Branche, auch weil ihnen die Digitalisierung in die Hände spielt.
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Die großen Autohandelsgruppen gewinnen in Deutschland Marktanteile hinzu. Die 20 größten deutschen Händler steigerten im vergangenen Jahr ihren Neuwagenabsatz um 6,1 Prozent auf insgesamt knapp 300.000 Einheiten. Der Gesamtmarkt legte 2016 dagegen nur um 4,6 Prozent zu. Somit wuchs der Anteil der größten Handelsgruppen am deutschen Automarkt um 0,9 Prozentpunkte auf 9,0 Prozent. Das geht aus der Studie „Die Top 100 Händlergruppen in Deutschland“ des Geislinger Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) hervor.
An der Spitze des Rankings nach Neuwagenabsatz steht in diesem Jahr erstmals die AVAG. Die Augsburger Handelsgruppe steigerte ihre Verkäufe 2016 im Vergleich zum Vorjahr auf rund 55.800 Einheiten. Allerdings ist die in den vergangenen Jahren vorn liegende Emil-Frey-Gruppe Deutschland in diesem Jahr nicht berücksichtigt. Es folgt die Gottfried-Schultz-Gruppe (33.100 Einheiten) vor der Feser-Graf-Gruppe (26.000), der Dello-Dürkop-Hansa-Gruppe (18.000) und der Wellergruppe (17.200).
Die Studie hat im vergangenen Jahr im deutschen Automobilhandel fünf Umsatzmilliardäre ausgemacht. Neben der AVAG (1,86 Mrd. Euro Umsatz), waren dies Gottfried Schultz (1,63 Mrd. Euro), Senger (1,25 Mrd. Euro), die Wellergruppe (1,21 Mrd. Euro) sowie Feser-Graf (1,10 Mrd. Euro).
Betrachtet man die 100 größten deutschen Autohändler zusammen, so ist deren durchschnittliche Umsatzrendite der Studie zufolge im vergangenen Jahr leicht von 1,5 Prozent im Jahr 2015 auf 1,6 Prozent gestiegen. Allerdings waren die großen Gruppen damit nicht profitabler als die Branche insgesamt. Die durchschnittliche Rendite im gesamten deutschen Automobilhandel betrug ebenfalls 1,6 Prozent (Vorjahr: 1,4 %).
Leicht gesunken ist die Zahl der von den 100 größten Automobilhändlern vertretenen Marken: Hatten die Top-Händler im Jahr 2015 noch durchschnittlich 4,9 Marken in ihrem Portfolio so waren es 2016 nur noch 4,7.
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