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Händler äußern Unmut über niedrige Renditen

| Autor: Julia Mauritz

Der Marken-Monitor 2013 offenbart, dass die Zufriedenheit der Händler vor allem aufgrund ihrer schlechten wirtschaftlichen Situation gesunken ist. Das trifft besonders auf das BMW-Netz zu.

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(Bild: VBM-Archiv)

Die Zufriedenheit der deutschen Händler ist gesunken, am deutlichsten in Sachen Rendite. Dies ist das wichtigste Ergebnis des 16. Schwacke-Marken-Monitors. Die Studie, die einmal jährlich insgesamt 28 Kriterien der Hersteller-Händler-Beziehung untersucht, wurde gestern Abend in Frankfurt von Schwacke-Geschäftsführer Michael Bergmann und vom wissenschaftlichen Leiter der Analyse, Prof. Dr. Reindl vom IFA-Institut, präsentiert.

„Die durchschnittliche Renditezufriedenheit sank mit der Note 3,5 fast auf das Niveau der Krisenjahre 2008 (3,82) und 2009 (3,62)“, unterstrich Reindl.

Am deutlichsten war der Rückgang bei den BMW-Händlern. Mit 3,72 sackte die Renditezufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr um ganze 1,49 Notenpunkte ab. Die Renditezufriedenheit der Mini-Händler ging ebenfalls stark um 1,47 zurück. Sie vergaben die Schulnote 3,95. Bei den Opel-Händlern sank die Note um 1,31 auf 3,78.

Am unzufriedensten mit ihrer Renditesituation zeigten sich die befragten Citroën- (4,17), Honda- (4,04) und Peugeothändler (4,03).

„Auch die Gesamtzufriedenheit der deutschen Händler ist 2013 vor allem aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Drucks und der sinkenden Absatzzahlen zurückgegangen“, bemerkte Reindl. Sie sank von der Note 2,65 im Jahr 2012 auf 2,76.

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Doch es gab am gestrigen Abend auch strahlende Gesichter. Schwacke zeichnete die Gewinner in insgesamt fünf Hersteller-/Importeurkategorien aus. Als Sieger gingen die Marken Mercedes-Benz, Volkswagen, Skoda, Subaru und Porsche hervor.

VW mit Bestwerten in Beziehungsfeldern

Bei den deutschen Volumenfabrikaten, die allesamt spürbar an Punkten verloren, belegte Volkswagen (2,37) trotz einer geringfügig gesunkenen Gesamtzufriedenheit den ersten Rang. Vor allem Bestwerte in allen Beziehungsfeldern verhalfen dem Wolfsburger Platzhirsch zur Führungsrolle bei der Händlerzufriedenheit. „Wir haben unser Bonussystem geändert, wir haben ein besonderes Augenmerk auf das Gebrauchtwagengeschäft gelegt und wir haben einfach noch mehr aufeinander gehört“, begründete der Leiter der Volkswagen-Vertriebsorganisation Emmerich Engels das gute Abschneiden.

Ford belegte mit einer Note von 2,72 knapp den zweiten Platz, Opel (2,81) musste sich mit dem dritten Platz begnügen. Schuld am schlechten Ergebnis waren vor allem die niedrigen Zufriedenheitswerte bei der Rendite, im Aftersalesbereich, bei der Vertriebspolitik und bei der Zusammenarbeit mit dem Hersteller.

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