Neuzulassungen Halbleitermangel bremst vor allem den Privatkundenmarkt

Autor Andreas Grimm

Fast 80.000 Neuwagen sind im Juli 2021 weniger auf die Straßen gekommen als im Vorjahresmonat. Die Gründe dieser Entwicklung sind vielschichtig, doch vor allem machen sich die Produktionsunterbrechungen der Hersteller bemerkbar.

Der Neuwagenmarkt litt im Juli unter dem Halbleitermangel. Vor allem Privatkunden müssen länger auf ihre Autos warten.
Der Neuwagenmarkt litt im Juli unter dem Halbleitermangel. Vor allem Privatkunden müssen länger auf ihre Autos warten.
(Bild: Wehner/»kfz-betrieb«)

Die stockende Neuwagenproduktion aufgrund fehlender Halbleiter ist im Neuwagengeschäft inzwischen deutlich spürbar. Der Zulassungseinbruch im Juli um ein Viertel im Vergleich zum Vorjahresmonat ist dabei vor allem eine Folge fehlender Auslieferungen an Privatkunden, wie aus einer Analyse der Marktforschung Dataforce hervorgeht.

Fanden vor einem Jahr noch 129.300 Pkw ihren Erstbesitzer in Privatkäufern, waren es im vergangenen Monat nur noch 82.423 Einheiten (-36,2 %). Angesichts einer rund laufenden Konjunktur und geringer Corona-Beschränkungen lässt sich dieser Absturz nur durch fehlende Fahrzeuge erklären, die nicht gebaut und ausgeliefert werden, weil Halbleiter fehlen. „Insgesamt sind weniger Neufahrzeuge verfügbar als benötigt“, kommentierte der ZDK die Juli-Zulassungszahlen.