Im Gebrauchtwagengeschäft war in Duisburg auch das dritte Quartal gekennzeichnet von einer schwachen Nachfrage. Der daraus resultierende Preisverfall drücke die Deckungsbeiträge. Das Servicegeschäft sei weiterhin stabil und verzeichnet gute Zuwächse. „Leider stellt uns die derzeitige schlechte Teileversorgung, bedingt durch die EDV-Systemumstellung des Herstellers, vor große Herausforderungen. Wir hoffen auf die angekündigte Entspannung im vierten Quartal, damit nicht auch noch das Servicegeschäft ins Stocken gerät“, sagt der Geschäftsführer. Seiner Meinung nach werde sich das letzte Quartal in allen Geschäftsbereichen positiv darstellen. „Die Erfahrung aus der Vergangenheit hat uns immer ein gutes Quartal nach den Bundestagswahlen beschert.“
Weniger positiv gestimmt ist Nico Petelka vom Autohaus Central in Saalfeld: „Ich bin weder mit dem Neuwagenverkauf noch dem Auftragseingang zufrieden. Wir konnten das Vorjahresniveau nicht halten und verzeichnen aktuell einen Rückgang von 25 Prozent.“ Der Geschäftsführer glaubt aber, dass die Einführung des neuen Citroën Grand C4 Picasso im Oktober für deutlich mehr Besucher im Ausstellungsraum sorgen wird. Zusätzlich könnte die IAA noch Verkaufsimpulse bringen. Jedoch würden sich diese Impulse wohl erst im neuen Jahr auswirken.
„In Sachen Gebrauchtwagenverkauf liegen wir auf Vorjahresniveau. Diesbezüglich bin ich mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, die Erträge und Standzeiten passen.“ Das gelte jedoch nicht für das Servicegeschäft. Hier wirkten sich auch die weniger verkauften Neuwagen negativ aus. Der Umsatz in der Werkstatt sei um rund 20 Prozent eingebrochen. „Bedauerlicherweise ist auch das Geschäft mit den Transportern in diesem Jahr insgesamt sehr schleppend verlaufen. Ich hoffe, dass jetzt noch einige Nutzfahrzeugkunden disponieren und kaufen. Aber was bis jetzt nicht geschafft ist, wird das letzte Quartal auch nicht mehr herumreißen. 2013 ist und bleibt ein sehr schwieriges Jahr!“, sagt Petelka.
Gutes Gebrauchtwagengeschäft
Stefan Quary, Geschäftsführer und neuerdings Mitinhaber der Dürkop-Gruppe in Braunschweig, bilanziert die vergangenen Monate wie folgt: „Bei uns läuft der Neuwagenverkauf in etwa auf Vorjahresniveau. Allerdings entwickeln sich die Marken unterschiedlich. Die Erträge sind nach wie vor unter Druck. Im Schnitt verlieren wir über alle Fabrikate hinweg 0,7 Prozent Deckungsbeitrag pro Fahrzeug. Gründe hierfür sind der starke Wettbewerb, der insbesondere durch Onlineaktivitäten verschiedener Anbieter verschärft wird.“
Verhalten optimistisch ist Quary, wenn es um die viel beschriebenen IAA-Impulse geht. „Wir haben zwar eine Menge sehr guter Neuerscheinungen auf der Messe gesehen, direkte Kaufimpulse sind derzeit aber noch nicht spürbar.“ Das Gebrauchtwagengeschäft der Autohausgruppe läuft hingegen sehr gut. „Wir liegen im Absatz leicht über Vorjahr und verzeichnen zudem stabile Erträge. Dieses Geschäftsfeld ist eine wesentliche Stütze unserer Unternehmensgruppe, da wir nach wie vor betriebswirtschaftlich sinnvolle Ergebnisse erzielen“, sagt Quary.
Beim Service liegt das Unternehmen etwa auf Vorjahresniveau. „Leider konnten wir das schlechte erste Quartal noch nicht ganz aufholen, sodass uns Umsätze und Erträge fehlen“. In Sachen Vertrieb und Service der kommenden Monate sagt der Geschäftsführer: „Für das letzte Quartal erwarten wir weder größere positive noch negative Impulse. Voraussetzung für die Aussage ist auch, dass sich in der politischen Landschaft keine größeren Änderungen nach der Bundestagswahl einstellen. Diesbezüglich gibt es ja noch einige Fragezeichen!“
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