Vierte Corona-Welle Hessisches Staatsministerium empfiehlt Kfz-Werkstätten Pandemiepläne

Von Doris Pfaff

Autowerkstätten gelten bundesweit als systemrelevant und durften deshalb trotz Lockdowns in der Vergangenheit weiterhin geöffnet bleiben. Weil in Hessen die Kfz-Werkstätten gar zur kritischen Infrastruktur gehören, rät das hessische Staatsministerium diesen Betrieben, sich mit Pandemieplänen auf die Omikron-Welle vorzubereiten.

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Hessische Kfz-Werkstätten werden zur kritischen Infrastruktur gezählt und sollten sich deshalb durch Vorsorgemaßnahmen auf die befürchtete Omikron-Welle vorbereiten.
Hessische Kfz-Werkstätten werden zur kritischen Infrastruktur gezählt und sollten sich deshalb durch Vorsorgemaßnahmen auf die befürchtete Omikron-Welle vorbereiten.
(Bild: ProMotor Volz)

In einem Brief an das Kfz-Gewerbe Hessen informiert der hessische Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, Tarek Al-Wazir, die Betreiber der sogenannten kritischen Infrastruktur (KRITIS) über die aktuelle Situation und rät mit Blick auf die befürchtete vierte Infektionswelle dazu, Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

In Hessen werden Kfz-Werkstätten zur kritischen Infrastruktur gezählt, da sie einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, insbesondere der Mobilität leisten, etwa von Einsatz- und Rettungskräften. Deshalb sollen auch sie vorbereitende Maßnahmen treffen.

Wegen der rasant ansteigenden Infektionszahlen durch die Corona-Virusvariante Omikron wird in den nächsten Wochen eine starke Belastung befürchtet, die sich auch auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur auswirken könnte. Beispielsweise, weil zu viele Mitarbeiter dieser Einrichtungen selbst krank werden und in Quarantäne sein könnten. Deshalb treffen derzeit bundesweit Behörden Maßnahmen, damit dennoch das öffentliche Leben aufrechterhalten werden kann.

„Die Entwicklungen rund um die Variante Omikron/ B1.1.529 deuten nach Einschätzung des Expertenrats der Bundesregierung darauf hin, dass neben einer nie dagewesenen Verbreitungsgeschwindigkeit auch zu erwarten ist, dass ein relevanter Teil der Bevölkerung zeitgleich erkrankt. Dies birgt Risiken gerade auch für die kritischen Infrastrukturen unseres Landes und damit für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung“, heißt es in dem Schreiben des hessischen Staatsministers an das Kfz-Gewerbe Hessen.

Welche Maßnahmen genau die systemkritischen Betriebe treffen sollten, müsse laut Joachim Kuhn, Geschäftsführer des Kfz-Gewerbes Hessen, jeder Betrieb selbst entscheiden. Sinnvoll seien Pandemiepläne darüber, wie beispielsweise verfahren werden soll, wenn es in einem Betrieb zu einem Corona-Ausbruch kommt.

Jede Kfz-Werkstatt sollte für sich die Frage beantworten, ob sie beispielsweise eine besondere Rolle bei der Wartung und Reparatur von Einsatzfahrzeugen der Rettungsdienste spielt. Kuhn: „Das trifft sicherlich nicht für jeden Betrieb zu.“ Unabhängig davon hätten viele Betriebe ohnehin schon Vorbereitungen beispielsweise durch Personalpläne getroffen, damit im Falle eines Infektionsausbruchs in der Belegschaft der Betrieb dennoch weiterlaufen kann.

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