Heycar: „Erster im Qualitätssegment“ bleibt das Ziel

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Um sich Marktakzeptanz zu sichern, beteiligte Heycar in diesem Jahr auch Daimler. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?

Zwar steht die abschließende Zustimmung der Kartellbehörden noch aus; eine Zusammenarbeit hat deswegen noch nicht stattgefunden. Perspektivisch wird Daimler aber im Beirat von Heycar vertreten sein und kann über diesen Einfluss nehmen. Der Beirat setzt sich allerdings eher mit strategischen Fragen auseinander. In unserem operativen Geschäft agieren wir von Anfang an weitgehend unabhängig von unserem Hauptinvestor Volkswagen Financial Services. Wir gehen davon aus, dass wir auch künftig weitreichende Entscheidungsfreiräume haben, um flexibel auf Markttrends reagieren zu können. Der Einstieg von Daimler ermöglicht es uns vor allem, unsere Positionierung als markenneutrale Plattform für hochwertige Gebrauchtwagen weiter zu stärken und unser Portfolio an Fahrzeugen auszubauen. Im Umfeld des Daimler-Konzerns sehen wir außerdem einige spannende Start-ups, mit denen wir künftig enger kooperieren könnten. Wir sehen großes Potenzial für Synergien an verschiedenen Stellen.

Sprechen Sie damit etwa die Integration der Finanzierungsangebote von Automobilbanken von außerhalb des Volkswagen-Konzerns an?

Die Integration von Finanzdienstleistungen aus dem Daimler-Ökosystem ist eine Möglichkeit für eine Zusammenarbeit. Dies ist allerdings auch unabhängig von einer Beteiligung möglich.

Volkswagen Financial Services ist momentan noch der zentrale Anteilseigner. Können künftig auch andere Automobilbanken – konzerngebundene wie unabhängige – ihre Finanzierungsangebote bei Ihnen hinterlegen?

Wir sind gerade dabei, die Mercedes-Benz-Bank zu integrieren, unabhängig von der strategischen Partnerschaft. Mit anderen Banken sind wir noch in Verhandlungen. Unser Ziel ist es, möglichst allen Händlern über Heycar Finanzierungsangebote für Kaufinteressenten mit ihrem jeweiligen Finanzdienstleistungspartner zu ermöglichen. Captives genießen bei uns keine Exklusivität, wir sprechen auch mit herstellerunabhängigen Banken.

Neben Herstellern beteiligt Volkswagen Financial Services auch Händler an Heycar. Was ist hier der Hintergedanke?

Es werden ausgewählte Gruppen und Händler angesprochen – nicht nur Händler von Volkswagen-Konzernmarken, sondern auch darüber hinaus. Die Händler unterstützen uns in Form einer stillen Beteiligung und mit ihrem Know-how und bekennen sich damit eindeutig zu Heycar. Darüber hinaus hat sich auch der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe zu einer solchen stillen Beteiligung entschieden – was für uns unterstreicht, wie wichtig das Thema Heycar markenübergreifend für alle Händler ist, denn der ZDK vertritt ja nun mal die wichtigsten Interessen der Händler.

Will Heycar künftig auch andere Hersteller mit deutschen Produktionsstandorten wie Daimler, Ford oder Opel beteiligen?

Der Kreis möglicher Partner ist nicht nur auf deutsche Markenhersteller beschränkt. Volkswagen Financial Services befindet sich aktuell auch mit anderen möglichen Investoren in Gesprächen. Und deren Interesse ist durchaus groß.

Blicken wir abschließend noch in die Zukunft. In welche Richtung wird sich Heycar in den nächsten Jahren entwickeln?

Wir wollen größere Teile der automobilen Wertschöpfungskette als bisher abbilden. Unsere Zielperspektive ist es, den kompletten Prozess des Autokaufs online umzusetzen und den Händlern entsprechende Werkzeuge an die Hand zu geben. Daneben wollen wir mehr Möglichkeiten im Bereich der Finanzierung schaffen. Neben der Drei-Wege-Finanzierung soll künftig beispielsweise auch Leasing möglich sein.

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