Heycar: VW- und Mercedes-Händler werden Teilhaber

Umfang der Beteiligung von Händlern anderer Marken unklar

| Autor: Martin Achter, Christoph Seyerlein

Heycar sucht auch weiter nach neuen Anteilseignern.
Heycar sucht auch weiter nach neuen Anteilseignern. (Bild: Heycar)

Die Suche der Volkswagen-Finanzsparte nach Händlern, die wirtschaftlich bei der Onlinegebrauchtwagenbörse Heycar einsteigen, zeigt erste konkrete Ergebnisse: Mit einer Reihe von Automobilhandelsgruppen seien Übereinkünfte erzielt worden, sagte Markus Kröger, Geschäftsführer von Mobility Trader, der Betreibergesellschaft von Heycar, im Gespräch mit »kfz-betrieb«: „Die Händler unterstützen uns in Form einer stillen Beteiligung und mit ihrem Know-how und bekennen sich damit eindeutig zu Heycar.“

Dabei erfolgt die Suche offenbar nach einem bestimmten Schema – und zielt womöglich auch auf den Vertragshandel außerhalb des VW-Markenportfolios: „Es werden ausgewählte Gruppen und Händler angesprochen – nicht nur Händler von Volkswagen-Konzernmarken, sondern auch darüber hinaus“, sagte Kröger. Mehrere Händler schilderten »kfz-betrieb« in Gesprächen anlässlich der kürzlich erschienenen Sonderausgabe „Die großen Autohändler Deutschlands 2018“, dass vorerst offenbar aber nur sehr große Händlergruppen für Heycar als Partner infrage kommen.

Bislang wurden »kfz-betrieb« lediglich Beteiligungen großer VW-Konzermarkenhändler bestätigt. Die Namen sind der Redaktion bekannt (Hinweis: In einer früheren Version dieses Textes waren an dieser Stelle Namen von Autohausgruppen gelistet – auf Wunsch einzelner Händler hat die Redaktion nicht nur deren Nennung entfernt, sondern die komplette Liste – alle der Redaktion bekannten, beteiligten Gruppen haben einen Gesamtfahrzeugabsatz von jährlich über 10.000 Einheiten).

Daneben haben sich auch mehrere Mercedes-Händler an der Plattform beteiligt, wie »kfz-betrieb« aus Handelskreisen erfuhr. Ein Händler sagte im Gespräch: „Fast alle ganz großen Mercedes-Partner sind dabei.“ Das kommt wenig überraschend: Seit September ist die Absicht von Volkswagen Financial Services bekannt, auch den Hersteller Daimler mit 20 Prozent am Grundkapital von Heycar zu beteiligen. Hierfür steht die Genehmigung der Aufsichtsbehörden aber noch aus, sagte Heycar-Chef Kröger.

Ebenfalls bereits im September hatte »kfz-betrieb« erfahren, dass Heycar ausgewählte Händler beteiligt. Näheres wollte das Unternehmen damals aber nicht zu den Gesprächen über die Händler-Investments sagen.

Weitere Beteiligungen in Arbeit

Heycar-Chef Kröger verwies jetzt auch auf die stille Beteiligung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) an der Onlinefahrzeugbörse. Diese Beteiligung „unterstreicht, wie wichtig das Thema Heycar markenübergreifend für alle Händler ist, denn der ZDK vertritt ja nun mal die wichtigsten Interessen der Händler“. Außerdem wolle Heycar perspektivisch über seinen Fahrzeugbestand die reellen Marktverhältnisse abbilden. Der ZDK hatte Anfang Dezember seine Beteiligung bekannt gemacht.

Mit den nun bereits doch recht zahlreichen Partnerschaften ist es für Heycar offenbar noch nicht getan. Auf die Frage, ob beispielsweise auch BMW als Investor in Frage komme, sagte Kröger: „Der Kreis möglicher Partner ist nicht nur auf deutsche Markenhersteller beschränkt. Volkswagen Financial Services befindet sich aktuell auch mit anderen möglichen Investoren in Gesprächen. Und deren Interesse ist durchaus groß.“

Lesen Sie das ausführliche Interview mit Markus Kröger in den nächsten Tagen hier auf kfz-betrieb.de

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