Rückrufe
Brandheißes Thema
Anbieter zum Thema
Rückrufe von E-Autos erhalten nach wie vor viel Aufmerksamkeit. Manche formulieren daraus ein Grundsatzurteil über die Sicherheit von Stromern. Wir haben das Thema in Relation zum gesamten Rückruf-Geschehen in Deutschland gesetzt.
Sachlichkeit ist bekanntlich ein Fremdwort in den sozialen Medien: „Schock für Elektroauto-Fahrer“, „Wenn die grüne Zukunft Feuer fängt“, „Tickende Zeitbomben auf Rädern“: Solche reißerischen Überschriften sollen immer wieder zu Klicks auf Meldungen über Rückrufaktionen von Elektroautos animieren. Die von den Algorithmen bevorzugte Sensationslust erweckt den Eindruck, als wäre die „neue“ Technik noch nicht ausgereift und somit anfälliger als die etablierten Otto- und Dieselmotoren. Doch ist das wirklich so? Wir haben uns hierzu mal die Statistik der Rückrufdatenbank des für Produktsicherheit bei Kfz zuständigen Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) genauer angesehen.
Einzelne Zahlen helfen allerdings wenig, wenn man sie nicht in den Gesamtkontext einordnen kann. Daher zunächst ein paar Basics zum gesamten Rückrufgeschehen in Deutschland von Anfang 2016 bis einschließlich 2025. In diesem Zeitraum gab es hierzulande insgesamt 5.326 Rückrufaktionen für 33.650.365 potenziell betroffene Fahrzeuge bzw. Produkteinheiten (gelistet sind auch Rückrufe für Teile und Zubehör). Als ein Rückruf zählt ein Eintrag in die Behördendatenbank mit einer eigenen KBA-Referenznummer. Anders als Behörden anderer Länder macht die in Deutschland keinen Eintrag pro Fahrzeugmodell, sondern nur pro Marke.
0 € / 1. Monat
-
Alle Inhalte lesen
-
Alle E-Paper inklusive
-
Jederzeit online kündbar
Sie haben bereits ein Abo? Hier einloggen