Anbieter zum Thema
Für die kommenden Jahre gibt sich der Vertriebschef indes optimistisch: „Wir haben die Produkte, um bis Ende 2013 50.000 Einheiten erreichen zu können. Jetzt gilt es, unsere Zuversicht an den Handel zu übertragen.“ Man habe die Geduld der Händler in den vergangenen Jahren sehr strapaziert, gibt er zu.
Das Ruder herumreißen sollen unter anderem der neue CR-V, der Ende 2012 in die Showrooms rollt, der kleine Dieselmotor im Honda Civic, der Anfang 2013 kommt, der neue Civic Kombi, ein neuer kompakter Crossover-SUV sowie sportliche Versionen der Volumenmodelle.
Gewissermaßen das Sahnehäubchen soll der neue Sportwagen NSX sein. Er soll in den nächsten drei Jahren eingeführt werden. Unterstrichen wird die Rückbesinnung auf die sportlichen Gene der Marke durch den Einstieg in die Tourenwagen-WM (WTCC) Ende des Jahres mit einer Rennversion des neuen Civic.
Um die Marke Honda wieder zu ihrer alten Stärke zurückzuführen, will Stadler auch am Händlernetz feilen und seinen Partnern „genügend Fleisch an die Knochen geben, um Volumen und Ertrag relevant steigern zu können.“ Im vergangenen Jahr hatten die Honda-Händler trotz des geringen Volumens eine Durchschnittsrendite von 1,7 Prozent erwirtschaftet – 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Neue Verträge im September
Eine umfassende Umstrukturierung ist nicht geplant. Man wolle auch künftig auf Unterhändler verzichten und plane keine Ausdehnung des Netzes. „Wir werden jedoch einige Händler auf den Prüfstand stellen, die das angestrebte Volumenwachstum nicht mitgehen können oder wollen“, bemerkt Stadler. Geplant sei, im September einen neuen Händlervertrag vorzulegen. „Er wird sich im Wesentlichen an den alten Vertrag anlehnen. An der Basis der Zusammenarbeit wird sich also nichts ändern.“ Der jetzige Vertrag entspreche schon heute in überwiegenden Teilen der GVO, sodass diesbezüglich lediglich die Anpassung einzelner Passagen ausreichend sei.
Die bereits im jetzigen Vertrag festgelegte Exklusivität soll im kommenden Regelwerk gestärkt werden. „Wir wollen kein Markensammelsurium“, unterstreicht Stadler. Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Honda-Exklusivhändler am erfolgreichsten am Markt agierten. Der Honda-Manager weiß dabei sehr wohl, dass er sich auf eine Gratwanderung begibt. „Wir werden sicher den einen oder anderen Händler verlieren." Sollten weiße Flecken entstehen, will der Importeur sie mit neuen Händlern besetzen. Die Direktive lautet aber auch dabei klar: Es wird kein neuer Standort besetzt, der nicht wirtschaftlich rentabel geführt werden kann.
(ID:32677380)